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		<title><![CDATA[DUST 'N' ASHES - Spielraum Mai-Juni]]></title>
		<link>https://dustnashes.stories-untold.de/</link>
		<description><![CDATA[DUST 'N' ASHES - https://dustnashes.stories-untold.de]]></description>
		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 23:50:02 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[it's you. in a thousand of lifetimes, in a hundred of ways]]></title>
			<link>https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=340</link>
			<pubDate>Wed, 10 Aug 2022 19:00:29 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://dustnashes.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=0">Nathanael Harklin</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=340</guid>
			<description><![CDATA[Die schillernden Lichter des Stadtteils luden dazu ein, ein wenig die Augen wandern zu lassen und ließen einen beinahe schon vergessen, dass die Tage immer kürzer und die Temperaturen immer kälter wurden. Die warmen Tage des Jahres waren eindeutig vorbei und nun hieß es, der eisigen Hölle entgegen zu blicken, zu der die Stadt in den nächsten Wochen werden würde. Doch noch liefen die Menschen geschäftig durch die Straßen, hier und dort sah man auch weiterhin viel zu leicht bekleidete Personen. Ob nun weil sie durch ihren Aufzug Aufmerksamkeit erhaschen wollten, oder sie sich wohl fühlten, oder es zu ihrer Berufssparte gehörte … es war ziemlich unklar, doch Nate fielen sie vermehrt ins Auge. Gerade, weil er selbst nur allzu gut wusste, wie es war keine geeignete Kleidung zu besitzen und zu frieren… Eine junge Frau erregte seine Aufmerksamkeit, die in einem viel zu luftigen Sommerkleid und High Heels an ihnen vorbeilief und in ein Gespräch über ihr InterCom verwickelt war. Ihre Wangen waren gerötet, die Haare ganz wirr, doch das wars auch schon, was er als Gesamteindruck von ihr aufnahm. Weder sah er ihre Augen, noch wie der Zustand ihrer Gesichtshaut war, denn so viele Reize die Stadt heute Abend auch zu bieten hatte, er hatte das Beste, was Chicago ihm zu bieten hatte, bereits an seiner Seite. <br />
<br />
Der warme Kakao in seiner Hand dampfte noch, als er ihn zu seinen Lippen führte, die Frau bereits vergessen. Es war lediglich berufliches Interesse gewesen und er war heute nicht im Dienst. Stattdessen hatte er geschafft Billy zu überreden, mit ihm auszugehen. Es war nicht das erste Treffen, das sie seit ihrem Wiedersehen gehabt hatten, doch es war das erste, bei dem es sich beinahe so anfühlte wie früher. Leicht und ungezwungen. <br />
Sie hatten so vieles aufzuholen gehabt. Sich so viel zu erzählen, immerhin hatten sie sich beinahe zwanzig Jahre nicht gesehen und obwohl es beinahe zwei Dekaden gewesen waren, hatte es erschreckend wenig zu erzählen gegeben, dass wirklich erzählenswert gewesen war. Sie hatten viele Dinge nur sehr oberflächlich angerissen. Einiges verschwiegen. Nate hatte einiges verschwiegen. Um es sich selbst leichter zu machen, und um Billy nicht in eine Vergangenheit zu zerren, in der sie beide keinen Platz mehr hatten. <br />
<br />
<ina> „Hat sich eigentlich was wegen dem Einbruch getan?“</ina>, wollte er wissen, um die kurze Pause wieder zu unterbrechen, die nach ihrem letzten Thema entstanden war. Es war herrlich mit Billy. Stille war nichts Drückendes und Bedrohliches. Sie konnten ihren eigenen Gedanken nachhängen, ohne einander zu vergessen oder sich unwohl zu fühlen. Sie konnten miteinander schweigen. Doch auf der anderen Seite, hatten sie das schon immer gekonnt. <br />
Um seine nackte Hand nicht nach der seines ehemaligen Schulkamerades auszustrecken, wühlte er seine Finger einen kurzen Moment lang in seinen Bart, ehe er diesen wieder glatt strich und einen weiteren Schluck Kakao nahm und seinen Blick von der Stadt und dem regen Treiben, wieder auf den Mutanten an seiner Seite lenkte. Ihn zu sehen, zu wissen, dass er tatsächlich da war, war noch immer ein kleiner Schock. Ein guter wohlgemerkt. Aber noch immer ein Schock. Die dunkelbraunen Augen, von der Farbe geschmolzener Zartbitterschokolade waren auf ihn gerichtet und wieder erglühte dieses schwere Knäul in seinen Gedärmen. Wie immer, wenn Billy ihn ansah und er sich an all die Dinge erinnerte, die sie einst verbunden hatten. <br />
Er genoss die Zeit mit seinem besten Freund aus Teenagerzeiten, doch er konnte nicht vergessen, dass da mehr hätte sein können. Wenn sie nur mehr Zeit gehabt hätten. Doch diese Zeit war vorbei und jetzt hatte er nur noch die Möglichkeit dieses alte Band aufzuknüpfen, indem er eine Freundschaft daraus formte. <br />
<br />
Nicht ein einziges Mal hatte einer von ihnen beiden einen Annäherungsversuch unternommen, und das war auch nicht der Grund, wieso sie sich trafen. Wieso sie heute zusammen essen gegangen waren. Nate hatte nur sehr wenige Freunde. Das war schon immer so gewesen. Und seine Mitbewohnerin machte sich in der letzten Zeit geradezu lustig über ihn, weil er begonnen hatte regelmäßig auszugehen. Natürlich ohne Sex in Aussicht dafür zu haben. <br />
<i>Also ein typischer Nate. Ganz ehrlich Großer, du bist ein hoffnungsloser Fall.</i>, hatte Thea ihm gesagt und lachend auf seine Schulter geklopft, um ihm ein wenig Trost zuzusprechen. Doch auch wenn er älter geworden war, sich optisch verändert hatte und einiges an Selbstbewusstsein gewonnen hatte… er war innerlich noch immer der kleine Junge, der er einst gewesen war. Er erkannte keine Flirts, sah Komplimente noch immer als Freundlichkeit an und sexuelles Interesse regte sich bei ihm auch nur in den allerseltensten Fällen. <br />
Doch der Junge fühlte sich wohl in Williams Nähe. Und so hatte er vor Wochen einen Tisch in einem angesagten Restaurant reserviert und das Essen war das Geld allemal wert gewesen. Auch wenn er es so bald nicht würde wiederholen können. Immerhin ließ man sich die hohe Nachfrage verdammt gut bezahlen. Doch für Billy hatte er das gerne gemacht. <br />
<br />
Jetzt waren sie auf dem Weg zu dessen Übergangsbleibe. Das Atelier war, aufgrund schleppender Polizeiarbeit, noch immer nicht bewohnbar und Billy hatte sich etwas gemietet. Doch wenn Nate es richtig in Erinnerung hatte, wäre diese Übergangslösung auch nicht mehr lange von Nöten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die schillernden Lichter des Stadtteils luden dazu ein, ein wenig die Augen wandern zu lassen und ließen einen beinahe schon vergessen, dass die Tage immer kürzer und die Temperaturen immer kälter wurden. Die warmen Tage des Jahres waren eindeutig vorbei und nun hieß es, der eisigen Hölle entgegen zu blicken, zu der die Stadt in den nächsten Wochen werden würde. Doch noch liefen die Menschen geschäftig durch die Straßen, hier und dort sah man auch weiterhin viel zu leicht bekleidete Personen. Ob nun weil sie durch ihren Aufzug Aufmerksamkeit erhaschen wollten, oder sie sich wohl fühlten, oder es zu ihrer Berufssparte gehörte … es war ziemlich unklar, doch Nate fielen sie vermehrt ins Auge. Gerade, weil er selbst nur allzu gut wusste, wie es war keine geeignete Kleidung zu besitzen und zu frieren… Eine junge Frau erregte seine Aufmerksamkeit, die in einem viel zu luftigen Sommerkleid und High Heels an ihnen vorbeilief und in ein Gespräch über ihr InterCom verwickelt war. Ihre Wangen waren gerötet, die Haare ganz wirr, doch das wars auch schon, was er als Gesamteindruck von ihr aufnahm. Weder sah er ihre Augen, noch wie der Zustand ihrer Gesichtshaut war, denn so viele Reize die Stadt heute Abend auch zu bieten hatte, er hatte das Beste, was Chicago ihm zu bieten hatte, bereits an seiner Seite. <br />
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Der warme Kakao in seiner Hand dampfte noch, als er ihn zu seinen Lippen führte, die Frau bereits vergessen. Es war lediglich berufliches Interesse gewesen und er war heute nicht im Dienst. Stattdessen hatte er geschafft Billy zu überreden, mit ihm auszugehen. Es war nicht das erste Treffen, das sie seit ihrem Wiedersehen gehabt hatten, doch es war das erste, bei dem es sich beinahe so anfühlte wie früher. Leicht und ungezwungen. <br />
Sie hatten so vieles aufzuholen gehabt. Sich so viel zu erzählen, immerhin hatten sie sich beinahe zwanzig Jahre nicht gesehen und obwohl es beinahe zwei Dekaden gewesen waren, hatte es erschreckend wenig zu erzählen gegeben, dass wirklich erzählenswert gewesen war. Sie hatten viele Dinge nur sehr oberflächlich angerissen. Einiges verschwiegen. Nate hatte einiges verschwiegen. Um es sich selbst leichter zu machen, und um Billy nicht in eine Vergangenheit zu zerren, in der sie beide keinen Platz mehr hatten. <br />
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<ina> „Hat sich eigentlich was wegen dem Einbruch getan?“</ina>, wollte er wissen, um die kurze Pause wieder zu unterbrechen, die nach ihrem letzten Thema entstanden war. Es war herrlich mit Billy. Stille war nichts Drückendes und Bedrohliches. Sie konnten ihren eigenen Gedanken nachhängen, ohne einander zu vergessen oder sich unwohl zu fühlen. Sie konnten miteinander schweigen. Doch auf der anderen Seite, hatten sie das schon immer gekonnt. <br />
Um seine nackte Hand nicht nach der seines ehemaligen Schulkamerades auszustrecken, wühlte er seine Finger einen kurzen Moment lang in seinen Bart, ehe er diesen wieder glatt strich und einen weiteren Schluck Kakao nahm und seinen Blick von der Stadt und dem regen Treiben, wieder auf den Mutanten an seiner Seite lenkte. Ihn zu sehen, zu wissen, dass er tatsächlich da war, war noch immer ein kleiner Schock. Ein guter wohlgemerkt. Aber noch immer ein Schock. Die dunkelbraunen Augen, von der Farbe geschmolzener Zartbitterschokolade waren auf ihn gerichtet und wieder erglühte dieses schwere Knäul in seinen Gedärmen. Wie immer, wenn Billy ihn ansah und er sich an all die Dinge erinnerte, die sie einst verbunden hatten. <br />
Er genoss die Zeit mit seinem besten Freund aus Teenagerzeiten, doch er konnte nicht vergessen, dass da mehr hätte sein können. Wenn sie nur mehr Zeit gehabt hätten. Doch diese Zeit war vorbei und jetzt hatte er nur noch die Möglichkeit dieses alte Band aufzuknüpfen, indem er eine Freundschaft daraus formte. <br />
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Nicht ein einziges Mal hatte einer von ihnen beiden einen Annäherungsversuch unternommen, und das war auch nicht der Grund, wieso sie sich trafen. Wieso sie heute zusammen essen gegangen waren. Nate hatte nur sehr wenige Freunde. Das war schon immer so gewesen. Und seine Mitbewohnerin machte sich in der letzten Zeit geradezu lustig über ihn, weil er begonnen hatte regelmäßig auszugehen. Natürlich ohne Sex in Aussicht dafür zu haben. <br />
<i>Also ein typischer Nate. Ganz ehrlich Großer, du bist ein hoffnungsloser Fall.</i>, hatte Thea ihm gesagt und lachend auf seine Schulter geklopft, um ihm ein wenig Trost zuzusprechen. Doch auch wenn er älter geworden war, sich optisch verändert hatte und einiges an Selbstbewusstsein gewonnen hatte… er war innerlich noch immer der kleine Junge, der er einst gewesen war. Er erkannte keine Flirts, sah Komplimente noch immer als Freundlichkeit an und sexuelles Interesse regte sich bei ihm auch nur in den allerseltensten Fällen. <br />
Doch der Junge fühlte sich wohl in Williams Nähe. Und so hatte er vor Wochen einen Tisch in einem angesagten Restaurant reserviert und das Essen war das Geld allemal wert gewesen. Auch wenn er es so bald nicht würde wiederholen können. Immerhin ließ man sich die hohe Nachfrage verdammt gut bezahlen. Doch für Billy hatte er das gerne gemacht. <br />
<br />
Jetzt waren sie auf dem Weg zu dessen Übergangsbleibe. Das Atelier war, aufgrund schleppender Polizeiarbeit, noch immer nicht bewohnbar und Billy hatte sich etwas gemietet. Doch wenn Nate es richtig in Erinnerung hatte, wäre diese Übergangslösung auch nicht mehr lange von Nöten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dear Karma I Have A List Of People That You Missed]]></title>
			<link>https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=335</link>
			<pubDate>Tue, 17 May 2022 22:12:24 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://dustnashes.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=6">Skye Oliveira</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=335</guid>
			<description><![CDATA[<br><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: italic; "> Dear Karma</font></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 4px; line-height: 6px; blockquote;"><center>I Have A List Of People That You Missed</center></font></div><br><br />
<div align="right"><font style="font-family: Mrs Saint Delafield; font-size: 30px; text-transform: letter-spacing: 1px; line-height: 9px; blockquote; font-style: italic;">Caelan & Skye</font></div><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 6px; blockquote;"> U-Bahn | 03.30 AM| -10*C|</font></div>
<br />
<br />
<br />
Die Finger trommelten rhythmisch zum Beat seiner Kopfhörer auf seinem Oberschenkel und hinterließen ein taubes Gefühl auf dem Bein. Skye musste zugeben, dass die neuste Technologie von CYBERTEC ziemlich gut war und es sich gelohnt hatte diesen Deal einzugehen. Zwar musste das Model auf solche Sachen wie Credits kein bestimmtes Augenmerk legen, aber Werbegeschenke von so hochrenommierten Firmen, für die er das Gesicht aktueller Kampagnen war, hatten seinen Reiz. Das neue Intercom, besaß eine nahtlose Kopplungssoftware mit seiner bestehenden Hardware und Skye glaubte auch, dass es das Intercom des letzten Jahres fortschrittliches um einige Generationen voraus war, als nur eine. <br />
<br />
Der Halbbrite war aber immer noch der Auffassung, dass er kein implantiertes Intercom benötigte, weswegen er sehr Retro wirkende Kopfhörer mit seinem Intercom aus der Uhr koppelte. Der trübe Blick des Models ging an die wechselnde Werbung an der Decke der U-Bahn und ein Schmunzeln entwich ihm, als er just diese Werbung und damit sein Gesicht an der Fassade ihn ansah. Immerhin war es nicht sein Hintern, welcher in einer überdimensionalen LED-Werbung gegenüber des Millenniumsparks hing. Es zeigte sein Seitenprofil und wie er die Hand in einer Pistolengeste, vor seinen Lippen hielt, um so die Uhr von CYBERTEC in Licht zurück, welche in einigen Monaten auf den Markt kam. Immer wieder verdunkelte sich die Werbung, da die U-Bahn, in der er saß, mit Lichtausfällen kämpfte, doch das war normal. Draußen herrschte einer der üblichen Stürme und solange die Bahn fuhr, würde sie diesen extremen Wetterschwankungen auch aushalten. Leider war Skyes Jeep in der Werkstatt und die meisten Uber-fahrer waren bei so einem Wetter völlig ausgebucht, dabei riet die Regierung die Bevölkerung an, wenn möglich, das Haus nicht zu verlassen. In der Theorie war es, wenn möglich umsetzbar, aber nicht in der Praxis, die sich Realität nannte. <br />
<br />
Skye hatte Verpflichtungen, die er als eins der begehrtesten Männermodels einzuhalten hatte und dazu gehörten auch soziale Interaktionen. Im Volksmund auch bekannt als Partys. Irgend so ein Nepotism Baby aus der Filmindustrie, dass mal wieder in die Schlagzeilen wollte und was war da besser als eine Party nur bestehend aus A-Z Promis und Wannebes? Nachdem auch noch zufällig Fotografen aufgetaucht waren, die besagtes Nepobaby mit einem eigentlich verlobten Sportler ablichteten, war Skye der Meinung, dass es besser war zu gehen. Er hatte allen wichtigen Leuten Hallo und auf Wiedersehen gesagt, hier und da ein paar Bilder gemacht, neue Kontakte geknüpft. Genug Arbeit für sein leicht alkoholisierten Gemütszustand, der nur durch das schreckliche Wetter getrübt wurde und ihn dazu zwang U-Bahn zu fahren. Es waren immerhin nur 7 Stationen, die er fahren musste, die er sonst ohne umschweifen zu Fuß gegangen wäre.<br />
<br />
Der Wagon war leer als er einstieg und er die Kapuze seines Hoodies tief ins Gesicht zog um es sich auf den unbequemen, durchgelutschten Bänken, der öffentlichen Verkehrsmittel behaglich zu machen. Die Fahrt war geprägt durch das Unwetter und das Model hatte die Augen geschlossen und konzentrierte sich auf die Musik, während die Bahn immer wieder dem Wetter standhielt und vor sich hinschaukelte und somit etwas Beruhigendes innehielt. Nach der dritten Station öffnete der Meta, schwerfällig seine Augen, um festzustellen, dass er doch nicht mehr so alleine war, was ihn aber nicht weiter störte. Die ungleichen Augen des Models hafteten nur kurz an der Person, bevor er hoch zur Anzeige sah, um sich zu vergewissern, dass er die Station nicht verpennte, aber die Anzeige war ausgefallen. Es war reine Paranoia, da er insgeheim wusste, dass er noch ein gutes Stück fahren musste und er freute sich auf eine warme Dusche und sein Bett. Der Nachteil an solchen Veranstaltungen war, dass sich trotz all der Entwicklung der letzten Jahre, Funktionskleidung nicht mit den neusten Trends vereinbaren ließ.<br />
<br />
Das Model hatte für diese Jahreszeit unpassende Kleidung an. Eine schwarzes Jeanshose, ein weißes T-Shirt und den geborgten Hoodie eines Freundes, da er sich sonst wortwörtlich den Arsch abfrieren würde.<br />
Skye wusste, dass die Minusgrade in den nächsten Tagen zunehmen würden und da sollte er definit darauf verzichten, so etwas Leichtsinniges zu tragen, wenn er keine Erkältung bekommen wollte oder noch schlimmer,- bevor ihm was abfiel. Gleich würde die Bahn unter die Erde fahren, zwar war seine Angst nicht mehr so immens, wie noch vor einigen Jahren, aber ein leichter Schauer lief ihm dennoch über den Rücken, dabei war das Abteil trotz der Mängel gut beheizt. Ein weiterer Blick auf, die viel zu teure Uhr verriet ihm, dass seine Nacht in drei Stunden bereits vorbei war, was ihn nur seufzen ließ. Er wurde zu alt für das Ganze. Mit seinen knapp 1,90 war Skye kein kleiner Mann und er saß ein wenig schief, um seine langen Beine nicht quer im Gang auszubreiten. Sich tiefer in den Sitz drängend, zog er die Kapuze weiter in sein Gesicht, nicht aber ohne noch mal einen kurzen Blick zu dem anderen Passagier zu werfen. Reine und gesunde Paranoia, eben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: italic; "> Dear Karma</font></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 4px; line-height: 6px; blockquote;"><center>I Have A List Of People That You Missed</center></font></div><br><br />
<div align="right"><font style="font-family: Mrs Saint Delafield; font-size: 30px; text-transform: letter-spacing: 1px; line-height: 9px; blockquote; font-style: italic;">Caelan & Skye</font></div><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 6px; blockquote;"> U-Bahn | 03.30 AM| -10*C|</font></div>
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Die Finger trommelten rhythmisch zum Beat seiner Kopfhörer auf seinem Oberschenkel und hinterließen ein taubes Gefühl auf dem Bein. Skye musste zugeben, dass die neuste Technologie von CYBERTEC ziemlich gut war und es sich gelohnt hatte diesen Deal einzugehen. Zwar musste das Model auf solche Sachen wie Credits kein bestimmtes Augenmerk legen, aber Werbegeschenke von so hochrenommierten Firmen, für die er das Gesicht aktueller Kampagnen war, hatten seinen Reiz. Das neue Intercom, besaß eine nahtlose Kopplungssoftware mit seiner bestehenden Hardware und Skye glaubte auch, dass es das Intercom des letzten Jahres fortschrittliches um einige Generationen voraus war, als nur eine. <br />
<br />
Der Halbbrite war aber immer noch der Auffassung, dass er kein implantiertes Intercom benötigte, weswegen er sehr Retro wirkende Kopfhörer mit seinem Intercom aus der Uhr koppelte. Der trübe Blick des Models ging an die wechselnde Werbung an der Decke der U-Bahn und ein Schmunzeln entwich ihm, als er just diese Werbung und damit sein Gesicht an der Fassade ihn ansah. Immerhin war es nicht sein Hintern, welcher in einer überdimensionalen LED-Werbung gegenüber des Millenniumsparks hing. Es zeigte sein Seitenprofil und wie er die Hand in einer Pistolengeste, vor seinen Lippen hielt, um so die Uhr von CYBERTEC in Licht zurück, welche in einigen Monaten auf den Markt kam. Immer wieder verdunkelte sich die Werbung, da die U-Bahn, in der er saß, mit Lichtausfällen kämpfte, doch das war normal. Draußen herrschte einer der üblichen Stürme und solange die Bahn fuhr, würde sie diesen extremen Wetterschwankungen auch aushalten. Leider war Skyes Jeep in der Werkstatt und die meisten Uber-fahrer waren bei so einem Wetter völlig ausgebucht, dabei riet die Regierung die Bevölkerung an, wenn möglich, das Haus nicht zu verlassen. In der Theorie war es, wenn möglich umsetzbar, aber nicht in der Praxis, die sich Realität nannte. <br />
<br />
Skye hatte Verpflichtungen, die er als eins der begehrtesten Männermodels einzuhalten hatte und dazu gehörten auch soziale Interaktionen. Im Volksmund auch bekannt als Partys. Irgend so ein Nepotism Baby aus der Filmindustrie, dass mal wieder in die Schlagzeilen wollte und was war da besser als eine Party nur bestehend aus A-Z Promis und Wannebes? Nachdem auch noch zufällig Fotografen aufgetaucht waren, die besagtes Nepobaby mit einem eigentlich verlobten Sportler ablichteten, war Skye der Meinung, dass es besser war zu gehen. Er hatte allen wichtigen Leuten Hallo und auf Wiedersehen gesagt, hier und da ein paar Bilder gemacht, neue Kontakte geknüpft. Genug Arbeit für sein leicht alkoholisierten Gemütszustand, der nur durch das schreckliche Wetter getrübt wurde und ihn dazu zwang U-Bahn zu fahren. Es waren immerhin nur 7 Stationen, die er fahren musste, die er sonst ohne umschweifen zu Fuß gegangen wäre.<br />
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Der Wagon war leer als er einstieg und er die Kapuze seines Hoodies tief ins Gesicht zog um es sich auf den unbequemen, durchgelutschten Bänken, der öffentlichen Verkehrsmittel behaglich zu machen. Die Fahrt war geprägt durch das Unwetter und das Model hatte die Augen geschlossen und konzentrierte sich auf die Musik, während die Bahn immer wieder dem Wetter standhielt und vor sich hinschaukelte und somit etwas Beruhigendes innehielt. Nach der dritten Station öffnete der Meta, schwerfällig seine Augen, um festzustellen, dass er doch nicht mehr so alleine war, was ihn aber nicht weiter störte. Die ungleichen Augen des Models hafteten nur kurz an der Person, bevor er hoch zur Anzeige sah, um sich zu vergewissern, dass er die Station nicht verpennte, aber die Anzeige war ausgefallen. Es war reine Paranoia, da er insgeheim wusste, dass er noch ein gutes Stück fahren musste und er freute sich auf eine warme Dusche und sein Bett. Der Nachteil an solchen Veranstaltungen war, dass sich trotz all der Entwicklung der letzten Jahre, Funktionskleidung nicht mit den neusten Trends vereinbaren ließ.<br />
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Das Model hatte für diese Jahreszeit unpassende Kleidung an. Eine schwarzes Jeanshose, ein weißes T-Shirt und den geborgten Hoodie eines Freundes, da er sich sonst wortwörtlich den Arsch abfrieren würde.<br />
Skye wusste, dass die Minusgrade in den nächsten Tagen zunehmen würden und da sollte er definit darauf verzichten, so etwas Leichtsinniges zu tragen, wenn er keine Erkältung bekommen wollte oder noch schlimmer,- bevor ihm was abfiel. Gleich würde die Bahn unter die Erde fahren, zwar war seine Angst nicht mehr so immens, wie noch vor einigen Jahren, aber ein leichter Schauer lief ihm dennoch über den Rücken, dabei war das Abteil trotz der Mängel gut beheizt. Ein weiterer Blick auf, die viel zu teure Uhr verriet ihm, dass seine Nacht in drei Stunden bereits vorbei war, was ihn nur seufzen ließ. Er wurde zu alt für das Ganze. Mit seinen knapp 1,90 war Skye kein kleiner Mann und er saß ein wenig schief, um seine langen Beine nicht quer im Gang auszubreiten. Sich tiefer in den Sitz drängend, zog er die Kapuze weiter in sein Gesicht, nicht aber ohne noch mal einen kurzen Blick zu dem anderen Passagier zu werfen. Reine und gesunde Paranoia, eben.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[The True Story of the Blue Backstabb]]></title>
			<link>https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=334</link>
			<pubDate>Sat, 14 May 2022 22:25:02 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://dustnashes.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=0">Jacob Blake</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=334</guid>
			<description><![CDATA[Jace hob noch im Schlaf die Hand und hämmerte sie auf den Wecker, so wie jeden Morgen. Das arme Gerät würde noch mindestens drei weitere Versuche brauchen, bis er zumindest soweit wach wäre, dass er seine Umgebung wahr nahm. Im Einsatz sprang er augenblicklich auf die Beine und war zu 100% einsatzbereit, doch hier in seinem Bett war das morgendliche Aufstehen ein täglicher Kampf. Heute jedoch fiel es ihm ein wenig leichter, immerhin war Halloween und damit endlich der Tag gekommen, auf den er seit über drei Wochen hingearbeitet hatte. Valeries erste Halloweenparty und er hatte sie sogar dazu bekommen, ihm das Kostüm zu überlassen. Mit einem Grinsen schwang Jace die Beine über die Bettkante und ging ins Bad, um seine Lebensgeister mit einer kalten Dusche endgültig zu wecken.<br />
<br />
Während das kühle Wasser die letzten Reste des Shampoos von seinem Körper spülten, ging er noch einmal alles für heute Abend durch. Auch wenn er und Val nach wie vor zusammen ein seltsames Bild abgaben, waren sie inzwischen doch so etwas wie Freunde geworden, obwohl er  mit ihr in einem ständigen Konkurrenzkampf stand. Val verstand es aus den alltäglichsten Kleinigkeiten einen Wettkampf zu machen und er liebte die Herausforderungen. Außerdem war ihr Gesicht unbezahlbar in den wenigen Gelegenheiten, wenn er sie tatsächlich einmal schlug. Dank Vals übersteigertem Ehrgeiz geschah dies selten genug. Doch mit der Zeit hatte es sich ergeben, dass sie nicht nur ihre Arbeitstage miteinander verbrachten, sondern auch einen Großteil ihrer Freizeit. Trotz seiner Bemühungen hatte Val zwar immer noch nicht verstanden, wie das Freizeitleben der meisten Amerikaner aussah, oder was es für sie bedeutete, doch sie hatten immerhin eine Menge Spaß dabei. Zumindest er hatte Spaß dabei…bei Val war er sich wie so oft nicht sicher, was sie eigentlich dachte oder fühlte, aber sie ließ sich immer wieder auf witzige Aktionen mit ihm ein, also fand sie seine Gesellschaft wohl nicht soo schlecht.<br />
<br />
Bei einer Tasse Kaffe überprüfte er noch einmal den Inhalt seiner Sporttasche und vergewisserte sich, dass er alles für den Abend eingepackt hatte und machte sich dann auf den Weg zur Association. Auf 8.30 Uhr war eine Nachbesprechung des letzten Einsatzes angesetzt und danach musste er noch zu seinem obligatorischen Termin beim Psychologen. Zwar waren die Termine kontinuierlich reduziert worden, dennoch wurde er weiterhin engmaschig überwacht. Jace hatte sich damit arrangiert, immerhin durfte er inzwischen auch mit auf Einsätze und auch sonst sah alles so aus, als ob er sich langsam aber sicher das Vertrauen seiner Vorgesetzten erarbeitete und sein Leben endlich in geregelten Bahnen verlief.<br />
Eigentlich hatte er sich danach auf das Training mit Val gefreut, doch als er das Trainingscenter betrat, war von Val nichts zu sehen. Er dachte sich nichts dabei, kam es doch immer wieder vor, dass Besprechungen kurzfristig angesetzt wurden oder vielleicht befand sie sich auch in einem Außeneinsatz. So oder so würde sie sich heute Abend nicht vor der Party drücken können, dafür würde er schon sorgen. <br />
<br />
Alleine führte er die Übungen zwar sauber und präzise aus, doch ihm fehlte der Ehrgeiz und Ansporn, den er in Vals Anwesenheit so oft verspürte. Alles in allem war es letztendlich nur ein solides Training, was jedoch seinen Zweck erfüllte. <br />
Eigentlich hatte sich Jace danach auf das Mittagessen gefreut, doch ein Anruf durchkreuzte seine Pläne und so schnappte er sich nur schnell ein Sandwich für unterwegs und machte sich auf den Weg zu den Einsatzfahrzeugen. <br />
Der Nachmittag verlief anders als geplant und vor allem langwieriger. Somit war er erst gegen 18 Uhr zurück in der Zentrale und nun wurde es definitiv Zeit, Val aufzutreiben, damit er mit den Vorbereitungen beginnen konnte, wenn sie pünktlich sein wollten. Und Jace wollte pünktlich sein. Ohja, er wollte jede Minute dieses Abends auskosten. Am naheliegendsten war das Trainingscenter und tatsächlich fand er Val an einem ihrer Lieblingsgeräte. “Da bist du ja endlich…sag bloß du bist mir heute aus dem Weg gegangen.” begrüßte er sie grinsend und hielt seine Sporttasche hoch. “Bereit für heute die große Party? Ich hab alles dabei, damit der Abend einfach unvergesslich wird.” kündigte er an und deutete verheißungsvoll auf die Tasche. “Na komm, wenn wir rechtzeitig da sein wollen, wird es höchste Zeit, dass wir dich fertig machen.” forderte er sie dann auf und steuerte bereits auf die Umkleiden zu. “Bring mich nicht dazu, dich vor den Spiegel schleifen zu müssen.” Drohte er im Gehen noch und begann dann in der Umkleide schon einmal den Inhalt seiner Tasche auf den Bänken zu verteilen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Jace hob noch im Schlaf die Hand und hämmerte sie auf den Wecker, so wie jeden Morgen. Das arme Gerät würde noch mindestens drei weitere Versuche brauchen, bis er zumindest soweit wach wäre, dass er seine Umgebung wahr nahm. Im Einsatz sprang er augenblicklich auf die Beine und war zu 100% einsatzbereit, doch hier in seinem Bett war das morgendliche Aufstehen ein täglicher Kampf. Heute jedoch fiel es ihm ein wenig leichter, immerhin war Halloween und damit endlich der Tag gekommen, auf den er seit über drei Wochen hingearbeitet hatte. Valeries erste Halloweenparty und er hatte sie sogar dazu bekommen, ihm das Kostüm zu überlassen. Mit einem Grinsen schwang Jace die Beine über die Bettkante und ging ins Bad, um seine Lebensgeister mit einer kalten Dusche endgültig zu wecken.<br />
<br />
Während das kühle Wasser die letzten Reste des Shampoos von seinem Körper spülten, ging er noch einmal alles für heute Abend durch. Auch wenn er und Val nach wie vor zusammen ein seltsames Bild abgaben, waren sie inzwischen doch so etwas wie Freunde geworden, obwohl er  mit ihr in einem ständigen Konkurrenzkampf stand. Val verstand es aus den alltäglichsten Kleinigkeiten einen Wettkampf zu machen und er liebte die Herausforderungen. Außerdem war ihr Gesicht unbezahlbar in den wenigen Gelegenheiten, wenn er sie tatsächlich einmal schlug. Dank Vals übersteigertem Ehrgeiz geschah dies selten genug. Doch mit der Zeit hatte es sich ergeben, dass sie nicht nur ihre Arbeitstage miteinander verbrachten, sondern auch einen Großteil ihrer Freizeit. Trotz seiner Bemühungen hatte Val zwar immer noch nicht verstanden, wie das Freizeitleben der meisten Amerikaner aussah, oder was es für sie bedeutete, doch sie hatten immerhin eine Menge Spaß dabei. Zumindest er hatte Spaß dabei…bei Val war er sich wie so oft nicht sicher, was sie eigentlich dachte oder fühlte, aber sie ließ sich immer wieder auf witzige Aktionen mit ihm ein, also fand sie seine Gesellschaft wohl nicht soo schlecht.<br />
<br />
Bei einer Tasse Kaffe überprüfte er noch einmal den Inhalt seiner Sporttasche und vergewisserte sich, dass er alles für den Abend eingepackt hatte und machte sich dann auf den Weg zur Association. Auf 8.30 Uhr war eine Nachbesprechung des letzten Einsatzes angesetzt und danach musste er noch zu seinem obligatorischen Termin beim Psychologen. Zwar waren die Termine kontinuierlich reduziert worden, dennoch wurde er weiterhin engmaschig überwacht. Jace hatte sich damit arrangiert, immerhin durfte er inzwischen auch mit auf Einsätze und auch sonst sah alles so aus, als ob er sich langsam aber sicher das Vertrauen seiner Vorgesetzten erarbeitete und sein Leben endlich in geregelten Bahnen verlief.<br />
Eigentlich hatte er sich danach auf das Training mit Val gefreut, doch als er das Trainingscenter betrat, war von Val nichts zu sehen. Er dachte sich nichts dabei, kam es doch immer wieder vor, dass Besprechungen kurzfristig angesetzt wurden oder vielleicht befand sie sich auch in einem Außeneinsatz. So oder so würde sie sich heute Abend nicht vor der Party drücken können, dafür würde er schon sorgen. <br />
<br />
Alleine führte er die Übungen zwar sauber und präzise aus, doch ihm fehlte der Ehrgeiz und Ansporn, den er in Vals Anwesenheit so oft verspürte. Alles in allem war es letztendlich nur ein solides Training, was jedoch seinen Zweck erfüllte. <br />
Eigentlich hatte sich Jace danach auf das Mittagessen gefreut, doch ein Anruf durchkreuzte seine Pläne und so schnappte er sich nur schnell ein Sandwich für unterwegs und machte sich auf den Weg zu den Einsatzfahrzeugen. <br />
Der Nachmittag verlief anders als geplant und vor allem langwieriger. Somit war er erst gegen 18 Uhr zurück in der Zentrale und nun wurde es definitiv Zeit, Val aufzutreiben, damit er mit den Vorbereitungen beginnen konnte, wenn sie pünktlich sein wollten. Und Jace wollte pünktlich sein. Ohja, er wollte jede Minute dieses Abends auskosten. Am naheliegendsten war das Trainingscenter und tatsächlich fand er Val an einem ihrer Lieblingsgeräte. “Da bist du ja endlich…sag bloß du bist mir heute aus dem Weg gegangen.” begrüßte er sie grinsend und hielt seine Sporttasche hoch. “Bereit für heute die große Party? Ich hab alles dabei, damit der Abend einfach unvergesslich wird.” kündigte er an und deutete verheißungsvoll auf die Tasche. “Na komm, wenn wir rechtzeitig da sein wollen, wird es höchste Zeit, dass wir dich fertig machen.” forderte er sie dann auf und steuerte bereits auf die Umkleiden zu. “Bring mich nicht dazu, dich vor den Spiegel schleifen zu müssen.” Drohte er im Gehen noch und begann dann in der Umkleide schon einmal den Inhalt seiner Tasche auf den Bänken zu verteilen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[feel like making a deal with the devil?]]></title>
			<link>https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=317</link>
			<pubDate>Mon, 10 Jan 2022 23:22:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://dustnashes.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=0">Drew Davis</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=317</guid>
			<description><![CDATA[Kaum einen Augenblick aus dem klimatisierten Wagen, bildete sich eine Schicht, feiner Schweiß auf Drews nackter Haut. Die schwüle Nachtluft eines Chicagoer Sommers, war unangenehm schwer und jeder Atemzug fühlte sich an, als würde man ihre Kehle zuschnüren. Am liebsten hätte sie jeden weiteren Stoff, der sich noch an dem zierlichen Körper befand, von sich gerissen, obwohl Drew wusste, dass es keinen unterschied machte. Es war ohnehin nicht so, als würde sie viel davon tragen. einfache Jeans Shorts, kurz genug, dass sie beinahe ihre Pobacken präsentierten und schwarzes Tanktop, eng, mit tiefen Ausschnitt, damit sie sich keinen Zentimeter zu weit vorbeugen konnte. Ihre High Heel Sandalen, schmerzten selbst dann, wenn sie die Füße nicht belastete, was sie an der Wahl ihrer Kollegin zweifeln ließ, dass es die perfekten Schuhe zu diesem unscheinbaren Outfit waren. <br />
<br />
Der Fahrer ging um den schwarzen Wagen herum, der Drew vor einer halben Stunde, vor dem Red Lotus abgeholt hatte. Normalerweise, würde sie keine Kunden außerhalb annehmen. Im Red Lotus, gab es für sie wenigstens eine gewisse Sicherheit. Außerhalb, konnten ihre Freier mit ihr machen was sie wollten und niemand würde nahe genug sein, rechtzeitig zur Hilfe zu kommen. Als Ruza sie jedoch um hilfe gebeten hatte, konnte sie der Verlockung nach etwas zusätzlichem Geld, nicht widerstehen. in ein paar Tagen war die Miete fällig und Drew hatte im Moment kaum genug, um diese zu bezahlen. Auf Pecker war schon lange kein verlass mehr. Das wenige Geld dass er seinen Bettwärmern abluchsen konnte, warf er für Poppers und andere Drogen genauso, wie es reinkam, wieder aus dem Fenster. Es war frustrierend, aber er war auch die einzige Person, die Drew einen Freund nennen konnte. Ohne ein Wort zu sagen, reichte der Mann, Drews kleinen Weekender, in dem ein frisches Set Unterwäsche und ein hübsches Neglischee, verstaut waren. Letzteres würde ihr vermutlich ein wenig zu groß sein. Im Gegensatz zu Ruza, fehlte es Drew an den Rundungen der Brust, um so etwas auszufüllen. Es lag an der mangelnden Ernährung, soviel war sicher. Früher.. <i>Zu Hause</i> hatte man ihr immer Gesagt, wie perfekt ihr Körper war. gut geformt, ideal. Als wäre er dafür gemacht worden, Männern zu gefallen. Perversen Pädophilen vielleicht. <br />
<br />
<i>”Geben Sie einfach den ausgemachten Code ein.”</i> Drew nickte, eine Stränhe des geklätteten, schwarzen Haars, fiel ihr ihn das von Sommersprossenübersähte Gesicht. Bis auf ein wenig Lipgloss und Mascara, hatte sie sich nicht die Mühe gemacht, sich zu schminken, bei dieser Hitze, wäre es ihr ohnehin auf den fünfzig Metern vom Auto zum Wohnkomplex, herunter geschmolzen. <i>”Ich werde Sie auch wieder nach Hause fahren, sobald ihr Termin vorbei ist.”</i> Drew atmete tief durch. Immerhin würde jemand auf sie warten und hoffentlich die Polizei kontaktieren, wenn sie nicht wieder erschien.. andererseits, war der Kerl mit Sicherheit auf der Gehaltsliste ihres Freiers und wenn sie etwas wusste, dann, dass Menschen für genug Geld, alles machen würden, auch bei einem potentiellen Mord, schweigen. <b>”Bis später..”</b> Drews Lächeln war höflich, mehr nicht. Es war weder glücklich, noch freundlich. Dann überquerte sie den Bürgersteig und den kleinen bepflanzten Platz vor dem Wohnkomplex, ohne ein weiteres Mal zu dem Mann zu sehen. <br />
<br />
Ruza hatte Drew den Code gegeben, dennoch zögerte Drew einen Moment. Dass sie hier war, war kurzfristig geändert worden. Sie konnte nicht einmal mit Sicherheit sagen, dass Mr. Hozier wusste, dass nicht Ruza kommen würde. Ihren Platz einzunehmen, würde alles andere als einfach werden, vor allem wenn man bedachte, dass sie ein ganz anderen Typ Mann anzusprechen schien. Kaum öffnete sich die Glastüre des Eingangsbereichs, kam Drew kühle Luft entgegen. der kalte, neutrale Flur führte direkt zu zwei Aufzügen hinauf in den Stock in dem sich das Apartment befand. Es war vollkommen still, als nur wenige Minuten später den Apartmentcode in das Panel eingab und die Türe in die privaten Räume sich öffnete.  Drew trat leise in den Flur. Das Licht ging automatisch an. Drew sah sich um, als die Türe hinter ihr wieder geschlossen war, unsicher ob sie sich bemerkbar machen, oder einfach direkt wieder umdrehen sollte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Kaum einen Augenblick aus dem klimatisierten Wagen, bildete sich eine Schicht, feiner Schweiß auf Drews nackter Haut. Die schwüle Nachtluft eines Chicagoer Sommers, war unangenehm schwer und jeder Atemzug fühlte sich an, als würde man ihre Kehle zuschnüren. Am liebsten hätte sie jeden weiteren Stoff, der sich noch an dem zierlichen Körper befand, von sich gerissen, obwohl Drew wusste, dass es keinen unterschied machte. Es war ohnehin nicht so, als würde sie viel davon tragen. einfache Jeans Shorts, kurz genug, dass sie beinahe ihre Pobacken präsentierten und schwarzes Tanktop, eng, mit tiefen Ausschnitt, damit sie sich keinen Zentimeter zu weit vorbeugen konnte. Ihre High Heel Sandalen, schmerzten selbst dann, wenn sie die Füße nicht belastete, was sie an der Wahl ihrer Kollegin zweifeln ließ, dass es die perfekten Schuhe zu diesem unscheinbaren Outfit waren. <br />
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Der Fahrer ging um den schwarzen Wagen herum, der Drew vor einer halben Stunde, vor dem Red Lotus abgeholt hatte. Normalerweise, würde sie keine Kunden außerhalb annehmen. Im Red Lotus, gab es für sie wenigstens eine gewisse Sicherheit. Außerhalb, konnten ihre Freier mit ihr machen was sie wollten und niemand würde nahe genug sein, rechtzeitig zur Hilfe zu kommen. Als Ruza sie jedoch um hilfe gebeten hatte, konnte sie der Verlockung nach etwas zusätzlichem Geld, nicht widerstehen. in ein paar Tagen war die Miete fällig und Drew hatte im Moment kaum genug, um diese zu bezahlen. Auf Pecker war schon lange kein verlass mehr. Das wenige Geld dass er seinen Bettwärmern abluchsen konnte, warf er für Poppers und andere Drogen genauso, wie es reinkam, wieder aus dem Fenster. Es war frustrierend, aber er war auch die einzige Person, die Drew einen Freund nennen konnte. Ohne ein Wort zu sagen, reichte der Mann, Drews kleinen Weekender, in dem ein frisches Set Unterwäsche und ein hübsches Neglischee, verstaut waren. Letzteres würde ihr vermutlich ein wenig zu groß sein. Im Gegensatz zu Ruza, fehlte es Drew an den Rundungen der Brust, um so etwas auszufüllen. Es lag an der mangelnden Ernährung, soviel war sicher. Früher.. <i>Zu Hause</i> hatte man ihr immer Gesagt, wie perfekt ihr Körper war. gut geformt, ideal. Als wäre er dafür gemacht worden, Männern zu gefallen. Perversen Pädophilen vielleicht. <br />
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<i>”Geben Sie einfach den ausgemachten Code ein.”</i> Drew nickte, eine Stränhe des geklätteten, schwarzen Haars, fiel ihr ihn das von Sommersprossenübersähte Gesicht. Bis auf ein wenig Lipgloss und Mascara, hatte sie sich nicht die Mühe gemacht, sich zu schminken, bei dieser Hitze, wäre es ihr ohnehin auf den fünfzig Metern vom Auto zum Wohnkomplex, herunter geschmolzen. <i>”Ich werde Sie auch wieder nach Hause fahren, sobald ihr Termin vorbei ist.”</i> Drew atmete tief durch. Immerhin würde jemand auf sie warten und hoffentlich die Polizei kontaktieren, wenn sie nicht wieder erschien.. andererseits, war der Kerl mit Sicherheit auf der Gehaltsliste ihres Freiers und wenn sie etwas wusste, dann, dass Menschen für genug Geld, alles machen würden, auch bei einem potentiellen Mord, schweigen. <b>”Bis später..”</b> Drews Lächeln war höflich, mehr nicht. Es war weder glücklich, noch freundlich. Dann überquerte sie den Bürgersteig und den kleinen bepflanzten Platz vor dem Wohnkomplex, ohne ein weiteres Mal zu dem Mann zu sehen. <br />
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Ruza hatte Drew den Code gegeben, dennoch zögerte Drew einen Moment. Dass sie hier war, war kurzfristig geändert worden. Sie konnte nicht einmal mit Sicherheit sagen, dass Mr. Hozier wusste, dass nicht Ruza kommen würde. Ihren Platz einzunehmen, würde alles andere als einfach werden, vor allem wenn man bedachte, dass sie ein ganz anderen Typ Mann anzusprechen schien. Kaum öffnete sich die Glastüre des Eingangsbereichs, kam Drew kühle Luft entgegen. der kalte, neutrale Flur führte direkt zu zwei Aufzügen hinauf in den Stock in dem sich das Apartment befand. Es war vollkommen still, als nur wenige Minuten später den Apartmentcode in das Panel eingab und die Türe in die privaten Räume sich öffnete.  Drew trat leise in den Flur. Das Licht ging automatisch an. Drew sah sich um, als die Türe hinter ihr wieder geschlossen war, unsicher ob sie sich bemerkbar machen, oder einfach direkt wieder umdrehen sollte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[one step closer]]></title>
			<link>https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=313</link>
			<pubDate>Tue, 21 Dec 2021 20:38:54 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://dustnashes.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=0">Ajax Kennedy</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=313</guid>
			<description><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css?family=Fredericka+the+Great" rel="stylesheet">
<center><br />
<font style="font-family: 'Fredericka the Great', cursive; font-size: 15px; letter-spacing: 13px; text-transform: uppercase; text-align: center; line-height: 12px;">I'm one step closer</font><br />
<font style="font-family: 'Georgia', serif; font-size: 10px; letter-spacing: 5px; text-transform: uppercase; text-align: center; line-height: 10px;">And I'm about to break</b></font><br />
<br />
<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><img src="https://i.postimg.cc/7h13Cb4D/AJAX-EZRA003.gif"></div>
<br />
<font style="font-family: 'Georgia', serif; font-size: 5px; letter-spacing: 3px; text-transform: uppercase; text-align: center; line-height: 7px;">Ezra Ryan &  Ajax Kennedy / Oyster House</font></center><br />
<br />
Gott, ihm tat der Kopf weh…<br />
Das alleine war an und für sich nichts neues oder ungewöhnliches, Ajax hatte fast ständig Kopfschmerzen. Aber irgendwas… war heute anders. Er hatte den metallischen Geschmack von Blut im Mund und ein seltsam pelziges Gefühl auf der Zunge. Was… zum Teufel war passiert?<br />
Seine Augenlider flatterte und öffneten sich schließlich mühsam wieder und er blinzelte ein paar Mal, bevor seine Sicht wieder scharf stellte. <br />
Ajax schreckte im nächsten Moment panisch hoch. Sein Herz raste, der Atem ging flach und hechelnd, während er das Gefühl hatte trotzdem keine Luft zu bekommen. Durch die plötzliche Bewegung wurde ihm schwindlig und er griff sich mit schmerzverzogenem Gesicht an die Stirn, weil ein scharfer Schmerz durch sein Hirn fuhr.<br />
Er lag auf hartem Fliesenboden zwischen Regalreihen voller Lebensmittel und an der Decke über ihm hing eine Leuchtstoffröhre die mit ihrem grellen Licht direkt in sein Hirn zu stechen schien. Von irgendwo kam ein wenig Tageslicht und er konnte das leise Tropfen von Wasser hören. Irgendwie… roch es nach Essen? <br />
Wo zum Henker…?<br />
Sein ganzer Körper tat ihm weh, als hätte man ihn…<br />
Nein, Moment! Man hatte ihn geschlagen!  Er erinnerte sich wieder! Irgendjemand hatte sich von hinten an ihn ran geschlichen und ihn praktisch nieder geschlagen bevor er richtig wusste wie ihm geschah. Er war auf dem Heimweg gewesen als zwei Männer ihn aus dem Hinterhalt angesprungen und überwältigt hatten. Er konnte sich noch daran erinnern, dass sie ihn geschlagen hatten als er sich wehrte, ein weißer Van der mit quietschenden Reifen stehen geblieben war und dann… ein kurzer und kräftiger Kopfschmerz und dann endete seine Erinnerung<br />
Das erklärte wohl auch… warum er Blut an der Hand hatte nachdem er vorsichtig seinen schmerzenden Kopf betastet hatte. <br />
Ajax richtete sich leise fluchend auf, ihm tat echt alles weh und er hatte… <br />
<i>Atmen!</I><br />
Ihm wurde schwindelig obwohl er immer noch auf dem Boden saß und ihm war so schrecklich übel das er die nächsten Herzschläge voll und ganz mit einem trockenen Brechreiz beschäftigt war. Pure und blanke Panik schwappte über ihn hinweg.<br />
<i>Scheiße, reiß dich zusammen!</i><br />
Er hatte nur mehr das schwarze Hemd an, welches er bei der Arbeit getragen hatte, das Sakko war verschwunden. Dafür…<br />
Im ersten Momenten sah es aus wie ein Wirrwarr aus Kabeln und Drähten, die durch mehrere Gurte und Riemen an seinem Oberkörper fixiert waren. Und in der Mitte, quer über Brust und Rücken...<br />
<I>Atmen!</i><br />
Das war ein Sprengstoffgürtel! Jemand hatte ihm einen Sprengstoffgürtel umgelegt und den Totmannschalter mit Tape an seinem Daumen fixiert. <br />
Instinktiv schloss er seine Hand um den Schalter und hielt ihn fest. Sein Leben hing davon ab.<br />
<I><br />
Okay, Atmen!</I><br />
Seine Hände zitterten so stark, dass er sich zuerst gar nicht traute hin zu greifen, als könnte seine bloße Berührung dazu führen das alles in die Luft flog. Andererseits… was wollte er den machen? Als würde er es fertig bringen eine Bombe zu entschärfen, er wusste nicht einmal wie solche Dinger funktionierten! <br />
Er presste die Handballen auf die Augen, zog die Beine an und stützte die Ellenbogen auf den Knien ab. <br />
<i>Atmen!</i> Panik brachte ihn hier nicht weiter. Wie ging diese verdammte Übung noch mal? Nenne drei Farben die du sehen kannst, drei Dinge die du spüren kannst und drei Dinge die du riechen kannst!<br />
Okay, Farben waren am einfachsten. Die Fliesen am Boden waren rötlich braun, an der Wand hing eine Kinderzeichnung mit einer kräftig gelben Sonne drauf und im Regal links neben ihm stand eine blaue Plastikschüssel. Drei Sekunden einatmen, drei Sekunden halten, drei Sekunden ausatmen.<br />
Drei Dinge die er riechen konnte… Er roch Essen! Zählte Das als eines oder konnte man das gleich als alle drei Punkte Werten? Er roch Suppe und irgendein scharfes Gewürz das er nicht benennen konnte. Allein in der Suppe waren theoretisch mehr als drei Zutaten drinnen, also Himmel ja, das zählte für drei! Drei Sekunden einatmen, drei Sekunden halten, drei Sekunden ausatmen!<br />
Und jetzt noch… drei Dinge die er hören konnte. Wo tropfte hier eigentlich Wasser? Klang so, als hätte jemand einen Wasserhahn nicht richtig zugedreht. Und war das… Himmel, war hier noch jemand? <br />
Sein Herzschlag, welcher sich gerade wieder normalisiert hatte, begann wieder zu rasen. <br />
Verdammt, wenn ihn irgendwer so fand, war doch fraglich wieviel Hilfe er erhalten würde. Scheiße, er sah doch eher aus wie ein verfluchte Attentäter! Man würde…<br />
<br />
Moment mal!<br />
Ajax riss über den plötzlich einrasteten Gedanken panisch die Augen auf. War es das? Wollte man ihm das anhängen? Das er ein Selbstmordattentäter war und ihn gleichzeitig damit auch aus dem Weg räumen? Wirklich praktisch! Aber… wer kam dafür in frage? Wer hasste ihn so abgrundtief dass er… so weit gehen würde?<br />
Und selbst wenn er mit dem Gedanken recht hatte, wie sollte das beweisen oder im Vorhinein auch nur die Sprengstoffweste loswerden ohne das sie detonierte? Scheiße, wie dolle er aus der ganzen Sache wiededer heraus kommen? Vorzugsweise lebend und nicht als Attentäter angeklagt und verurteilt…<br />
Gott, Scheiße hier war noch jemand! Da war er sich sicher! Und wo war er überhaupt? Es sah aus… wie ein Lebensmittellager?<br />
Vorsichtig und so leise wie möglich stand er auf, wobei sich weitere schmerzende Prellungen und Verletzungen an seinem Körper meldeten und ging langsam auf das Geräusch tropfenden Wassers zu. Die Hand blieb dabei fest um den Auslöser geschlossen.<br />
Das hier schien wirklich eine Art… Lager zu sein, von einer Küche vielleicht? Den Mengen nach die hier untergebracht waren… für eine Kantine oder ein Restaurant? <br />
Ajax Fans schließlich den Eingang ins Lager, an der Wand gegenüber gab es ein Waschbecken der Hahn tropfte leise vor sich hin. Und davor…<br />
<br />
<b>"Scheiße, Alan!"</b> Der Koch lag regungslos vor dem Waschbecken und rührte sich nicht. Die weiße Uniform war blutbefleckt, und Ajax stieß mit dem Fuß gegen ein großes blutiges Küchenmesser das ganz in der Nähe auf dem Boden lag. <br />
Gott, ihm wurde schon wieder schlecht! Aber er musste wissen ob Alan noch…<br />
<b>"A-alan?"</b> fragte er leise, während er neben dem Koch wieder in die Knie ging und mit zitternden Fingern am Hals nach dem Puls tastete. Und es dauerte beängstigend lange bis er ihn gefunden hatte, aber Alan lebte noch! Ajax stieß den angehaltenen Atem erleichtert wieder aus. Alan lebte noch! <br />
Aber… was jetzt? Der Koch war verletzt, weigerte sich standhaft all seinen Bemühungen ihn wieder aufzuwecken. Was sollte er tun? Er konnte… Alan doch nicht einfach hier liegen lassen, wenn er türmte. Aber… er konnte so auch nicht einfach nach draußen gehen und Hilfe holen!<br />
<b>"Scheiße!"</b> seine Stimme war leise und die übermächtige Verzweiflung trieb ihm endgültig die Tränen in die Augen. Die eine Hand war voller Blut, von dem er nicht mehr wusste ob es seines oder Alans war, die andere Hand war immernoch fest um den Totmannschalter geschlossen. <br />
Scheiße, er musste doch irgendetwas tun können! Er hatte sich noch nie in seinem Leben so hilflos und verloren gefühlt.<br />
Obwohl… nein, er wusste ganz genau wann er sich zuletzt so gefühlt hatte. Aber das hier… war etwas anderes!<br />
<br />
Ajax schreckte aus seiner Verzweiflung. Er hatte eine Möglichkeit nicht bedacht: nämlich dass jemand zu ihm kommen könnte!<br />
Aber die Türe zu dem Lager wurde aufgestoßen, bevor er Zeit hatte irgendwie zu reagieren. <br />
Blanke Panik schwappte über ihn hinweg und drohte ihn einfach mitzureißen und zu ertränken. Er wusste wie das hier aussehen musste. Er kniete noch über Alan gebeugt, er und der Koch waren voller Blut und das Messer lag noch neben Ajax am Boden, während er immer noch diesen verfickten Sprengstoffgürtel trug! Und… und in der Türe stand… niemand geringeres als Ezra…<br />
Das Herz schien ihm schier aus der Brust springen zu wollen, er hatte einen Knoten im Hals und sein Magen war nur mehr ein eisiger Klumpen.<br />
<b>"F-fuck! I-ich schwöre... das ist n-nicht so w-wie es aussieht! I-ich war das nicht!"</b> Er hob instinktiv die zitternden Hände, beschwörend oder auch abwehrend gemeint, wobei er dummer Weise nur das Blut an seinen Händen und den Totmannschalter präsentierte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<link href="https://fonts.googleapis.com/css?family=Fredericka+the+Great" rel="stylesheet">
<center><br />
<font style="font-family: 'Fredericka the Great', cursive; font-size: 15px; letter-spacing: 13px; text-transform: uppercase; text-align: center; line-height: 12px;">I'm one step closer</font><br />
<font style="font-family: 'Georgia', serif; font-size: 10px; letter-spacing: 5px; text-transform: uppercase; text-align: center; line-height: 10px;">And I'm about to break</b></font><br />
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<div style="text-align: center;" class="mycode_align"><img src="https://i.postimg.cc/7h13Cb4D/AJAX-EZRA003.gif"></div>
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<font style="font-family: 'Georgia', serif; font-size: 5px; letter-spacing: 3px; text-transform: uppercase; text-align: center; line-height: 7px;">Ezra Ryan &  Ajax Kennedy / Oyster House</font></center><br />
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Gott, ihm tat der Kopf weh…<br />
Das alleine war an und für sich nichts neues oder ungewöhnliches, Ajax hatte fast ständig Kopfschmerzen. Aber irgendwas… war heute anders. Er hatte den metallischen Geschmack von Blut im Mund und ein seltsam pelziges Gefühl auf der Zunge. Was… zum Teufel war passiert?<br />
Seine Augenlider flatterte und öffneten sich schließlich mühsam wieder und er blinzelte ein paar Mal, bevor seine Sicht wieder scharf stellte. <br />
Ajax schreckte im nächsten Moment panisch hoch. Sein Herz raste, der Atem ging flach und hechelnd, während er das Gefühl hatte trotzdem keine Luft zu bekommen. Durch die plötzliche Bewegung wurde ihm schwindlig und er griff sich mit schmerzverzogenem Gesicht an die Stirn, weil ein scharfer Schmerz durch sein Hirn fuhr.<br />
Er lag auf hartem Fliesenboden zwischen Regalreihen voller Lebensmittel und an der Decke über ihm hing eine Leuchtstoffröhre die mit ihrem grellen Licht direkt in sein Hirn zu stechen schien. Von irgendwo kam ein wenig Tageslicht und er konnte das leise Tropfen von Wasser hören. Irgendwie… roch es nach Essen? <br />
Wo zum Henker…?<br />
Sein ganzer Körper tat ihm weh, als hätte man ihn…<br />
Nein, Moment! Man hatte ihn geschlagen!  Er erinnerte sich wieder! Irgendjemand hatte sich von hinten an ihn ran geschlichen und ihn praktisch nieder geschlagen bevor er richtig wusste wie ihm geschah. Er war auf dem Heimweg gewesen als zwei Männer ihn aus dem Hinterhalt angesprungen und überwältigt hatten. Er konnte sich noch daran erinnern, dass sie ihn geschlagen hatten als er sich wehrte, ein weißer Van der mit quietschenden Reifen stehen geblieben war und dann… ein kurzer und kräftiger Kopfschmerz und dann endete seine Erinnerung<br />
Das erklärte wohl auch… warum er Blut an der Hand hatte nachdem er vorsichtig seinen schmerzenden Kopf betastet hatte. <br />
Ajax richtete sich leise fluchend auf, ihm tat echt alles weh und er hatte… <br />
<i>Atmen!</I><br />
Ihm wurde schwindelig obwohl er immer noch auf dem Boden saß und ihm war so schrecklich übel das er die nächsten Herzschläge voll und ganz mit einem trockenen Brechreiz beschäftigt war. Pure und blanke Panik schwappte über ihn hinweg.<br />
<i>Scheiße, reiß dich zusammen!</i><br />
Er hatte nur mehr das schwarze Hemd an, welches er bei der Arbeit getragen hatte, das Sakko war verschwunden. Dafür…<br />
Im ersten Momenten sah es aus wie ein Wirrwarr aus Kabeln und Drähten, die durch mehrere Gurte und Riemen an seinem Oberkörper fixiert waren. Und in der Mitte, quer über Brust und Rücken...<br />
<I>Atmen!</i><br />
Das war ein Sprengstoffgürtel! Jemand hatte ihm einen Sprengstoffgürtel umgelegt und den Totmannschalter mit Tape an seinem Daumen fixiert. <br />
Instinktiv schloss er seine Hand um den Schalter und hielt ihn fest. Sein Leben hing davon ab.<br />
<I><br />
Okay, Atmen!</I><br />
Seine Hände zitterten so stark, dass er sich zuerst gar nicht traute hin zu greifen, als könnte seine bloße Berührung dazu führen das alles in die Luft flog. Andererseits… was wollte er den machen? Als würde er es fertig bringen eine Bombe zu entschärfen, er wusste nicht einmal wie solche Dinger funktionierten! <br />
Er presste die Handballen auf die Augen, zog die Beine an und stützte die Ellenbogen auf den Knien ab. <br />
<i>Atmen!</i> Panik brachte ihn hier nicht weiter. Wie ging diese verdammte Übung noch mal? Nenne drei Farben die du sehen kannst, drei Dinge die du spüren kannst und drei Dinge die du riechen kannst!<br />
Okay, Farben waren am einfachsten. Die Fliesen am Boden waren rötlich braun, an der Wand hing eine Kinderzeichnung mit einer kräftig gelben Sonne drauf und im Regal links neben ihm stand eine blaue Plastikschüssel. Drei Sekunden einatmen, drei Sekunden halten, drei Sekunden ausatmen.<br />
Drei Dinge die er riechen konnte… Er roch Essen! Zählte Das als eines oder konnte man das gleich als alle drei Punkte Werten? Er roch Suppe und irgendein scharfes Gewürz das er nicht benennen konnte. Allein in der Suppe waren theoretisch mehr als drei Zutaten drinnen, also Himmel ja, das zählte für drei! Drei Sekunden einatmen, drei Sekunden halten, drei Sekunden ausatmen!<br />
Und jetzt noch… drei Dinge die er hören konnte. Wo tropfte hier eigentlich Wasser? Klang so, als hätte jemand einen Wasserhahn nicht richtig zugedreht. Und war das… Himmel, war hier noch jemand? <br />
Sein Herzschlag, welcher sich gerade wieder normalisiert hatte, begann wieder zu rasen. <br />
Verdammt, wenn ihn irgendwer so fand, war doch fraglich wieviel Hilfe er erhalten würde. Scheiße, er sah doch eher aus wie ein verfluchte Attentäter! Man würde…<br />
<br />
Moment mal!<br />
Ajax riss über den plötzlich einrasteten Gedanken panisch die Augen auf. War es das? Wollte man ihm das anhängen? Das er ein Selbstmordattentäter war und ihn gleichzeitig damit auch aus dem Weg räumen? Wirklich praktisch! Aber… wer kam dafür in frage? Wer hasste ihn so abgrundtief dass er… so weit gehen würde?<br />
Und selbst wenn er mit dem Gedanken recht hatte, wie sollte das beweisen oder im Vorhinein auch nur die Sprengstoffweste loswerden ohne das sie detonierte? Scheiße, wie dolle er aus der ganzen Sache wiededer heraus kommen? Vorzugsweise lebend und nicht als Attentäter angeklagt und verurteilt…<br />
Gott, Scheiße hier war noch jemand! Da war er sich sicher! Und wo war er überhaupt? Es sah aus… wie ein Lebensmittellager?<br />
Vorsichtig und so leise wie möglich stand er auf, wobei sich weitere schmerzende Prellungen und Verletzungen an seinem Körper meldeten und ging langsam auf das Geräusch tropfenden Wassers zu. Die Hand blieb dabei fest um den Auslöser geschlossen.<br />
Das hier schien wirklich eine Art… Lager zu sein, von einer Küche vielleicht? Den Mengen nach die hier untergebracht waren… für eine Kantine oder ein Restaurant? <br />
Ajax Fans schließlich den Eingang ins Lager, an der Wand gegenüber gab es ein Waschbecken der Hahn tropfte leise vor sich hin. Und davor…<br />
<br />
<b>"Scheiße, Alan!"</b> Der Koch lag regungslos vor dem Waschbecken und rührte sich nicht. Die weiße Uniform war blutbefleckt, und Ajax stieß mit dem Fuß gegen ein großes blutiges Küchenmesser das ganz in der Nähe auf dem Boden lag. <br />
Gott, ihm wurde schon wieder schlecht! Aber er musste wissen ob Alan noch…<br />
<b>"A-alan?"</b> fragte er leise, während er neben dem Koch wieder in die Knie ging und mit zitternden Fingern am Hals nach dem Puls tastete. Und es dauerte beängstigend lange bis er ihn gefunden hatte, aber Alan lebte noch! Ajax stieß den angehaltenen Atem erleichtert wieder aus. Alan lebte noch! <br />
Aber… was jetzt? Der Koch war verletzt, weigerte sich standhaft all seinen Bemühungen ihn wieder aufzuwecken. Was sollte er tun? Er konnte… Alan doch nicht einfach hier liegen lassen, wenn er türmte. Aber… er konnte so auch nicht einfach nach draußen gehen und Hilfe holen!<br />
<b>"Scheiße!"</b> seine Stimme war leise und die übermächtige Verzweiflung trieb ihm endgültig die Tränen in die Augen. Die eine Hand war voller Blut, von dem er nicht mehr wusste ob es seines oder Alans war, die andere Hand war immernoch fest um den Totmannschalter geschlossen. <br />
Scheiße, er musste doch irgendetwas tun können! Er hatte sich noch nie in seinem Leben so hilflos und verloren gefühlt.<br />
Obwohl… nein, er wusste ganz genau wann er sich zuletzt so gefühlt hatte. Aber das hier… war etwas anderes!<br />
<br />
Ajax schreckte aus seiner Verzweiflung. Er hatte eine Möglichkeit nicht bedacht: nämlich dass jemand zu ihm kommen könnte!<br />
Aber die Türe zu dem Lager wurde aufgestoßen, bevor er Zeit hatte irgendwie zu reagieren. <br />
Blanke Panik schwappte über ihn hinweg und drohte ihn einfach mitzureißen und zu ertränken. Er wusste wie das hier aussehen musste. Er kniete noch über Alan gebeugt, er und der Koch waren voller Blut und das Messer lag noch neben Ajax am Boden, während er immer noch diesen verfickten Sprengstoffgürtel trug! Und… und in der Türe stand… niemand geringeres als Ezra…<br />
Das Herz schien ihm schier aus der Brust springen zu wollen, er hatte einen Knoten im Hals und sein Magen war nur mehr ein eisiger Klumpen.<br />
<b>"F-fuck! I-ich schwöre... das ist n-nicht so w-wie es aussieht! I-ich war das nicht!"</b> Er hob instinktiv die zitternden Hände, beschwörend oder auch abwehrend gemeint, wobei er dummer Weise nur das Blut an seinen Händen und den Totmannschalter präsentierte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[can't wait till I'm financially able to afford who I really am]]></title>
			<link>https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=309</link>
			<pubDate>Mon, 29 Nov 2021 21:27:26 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://dustnashes.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=0">William Gore</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=309</guid>
			<description><![CDATA[Seine Party-Zeiten waren wohl wirklich vorbei, das wurde Billy in dem Moment bewusster denn je, als er den alkoholfreien Cocktail, dem Champagner vorgezogen und nun mit einem billigen, fruchtigen Drink, durch die Gäste der Vernissage manövrierte, in der Hoffnung, jedem Smalltalk aus dem Weg gehen zu können. Er hätte alles dafür gegeben, nicht hier sein zu müssen, sondern zu Hause, auf seinem Sofa liegen zu können und nichts zu machen, außer sich vielleicht endlich auf den neuesten Stand von Captain America zu bringen. Ja, das waren mittlerweile seine Vorstellungen von perfekten Abenden, von denen er in nächster Zeit zu wenige haben würde. Es war nicht einmal mehr einen Monat hin, ehe er seine Stelle am Institut voll antreten würde. Ein Ort, an dem er einen großen Teil seiner Kindheit verbracht hatte. Der Ort, an dem er den Mann kennengelernt hatte, der in nicht einmal einer Stunde hier sein würde, um sich die Ausstellung anzusehen, auf der vier seiner bekanntesten Stücke ausgestellt waren. Vier Skulpturen, die eine Mischung aus moderner Technik und klassischer Darstellungen der Renaissance vereinten und jeglicher Physik entgegenwirkten, was nicht zuletzt an den Techniken lag, die Billy für sie nutzte.<br />
<br />
Ikarus thronte vor ihm auf, als Billy vor seinem eigenen Werk zum Stehen kam. Der Rücken der Skulptur, durchgedrückt. Das Gesicht vom Schmerz verzerrt. Die Flügel geschmolzen. Man sagte ihm sooft, dass sie zu lebendig wirkten. Dass die Details alle vorhanden waren, dass man die Finger danach ausstrecken und die Haut berühren wollte. Und deshalb, stand Ikarus offen, keine Absperrung, damit jeder, der das Bedürfnis hatte, herantreten und seine Finger auf den kalten Stein legen konnte, der trotz seiner kalkweißen Farbe, wirkte, als wäre es ein atmender Mensch, gefangen in einer unerträglichen Starre. Getragen von nichts weiter als zwei zähflüssig verlaufende Flügel. <i>Er ist kalt..!</i> hörte er eine Frau sagen, die gerade wieder ihre Finger löste. Ikarus Hand, im Fall gen Sonne gerichtet, schmolz ebenfalls. Unter der Haut und den Muskel, die sich nach und nach, Schicht für Schicht aufgelöst hatte, waren die Knochen zu sehen, die das Licht aufgrund der verchromten Beschichtungen, in alle Richtungen lenkte. <i>Es ist als würde sein Innerstes, alles widerspiegeln</i> hörte er einen anderen Mann, zu einer Frau flüstern.<br />
<br />
Billy nahm einen langen, ausgedehnten Schluck. Es war nicht halb so tiefsinnig, wie die Besucher es verstanden. War er kein vollwertiger Künstler, wenn nicht jedes seiner Werke sozialkritisch war, sondern einfach nur seinen Gedanken und Gelüsten entsprang? Ikarus war ein attraktiver Mann gewesen, ein Modell, dass er anziehend und wunderschön gefunden hatte, eines, dass ihm nicht mehr aus dem Kopf gegangen war, ehe er nicht die Skulptur beendet hatte, wie sie hier stand. Er war ein Mann gewesen, mit dem er geschlafen und danach nie wieder angerufen hatte. Er wusste nicht einmal wie Ikarus im echten Leben hieß, wo er hergekommen war oder welche Hobbys er gehabt hatte. Er war ein Grindr Date gewesen. Nicht mehr und nicht weniger und nun war die einzige Erinnerung an den Mann eine Skulptur, deren Gesicht ihm ein wenig glich. War seine Kunst weniger wert, wenn jeder in diesem Raum die wahre Bedeutung kennen würde? Fuck, verdammte Scheiße. Er war nicht dafür gemacht irgendwelche tiefsinnige Rotze auszudrücken. Er war triebgesteuert und mochte einfach nur schöne, attraktive Menschen ansehen und in seiner Kunst verewigen. Viel mehr war da nicht. Er fragte sich wie die Anderen, die hier ausgestellt war, das sahen? Waren ihre Motivationen so tiefgründig wie die anderen sie ausmachten? Sein Blick fiel auf den Flyer in seiner Hand, während er die neun anderen Namen durchlaß, die hier ebenfalls einen Platz gefunden hatten. Einige kannte er, andere nicht. Sein Drink war beinahe schon leer. Die Veranstalter dieser Eröffnungen sollten sich wirklich ein wenig mehr ins Zeug legen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Seine Party-Zeiten waren wohl wirklich vorbei, das wurde Billy in dem Moment bewusster denn je, als er den alkoholfreien Cocktail, dem Champagner vorgezogen und nun mit einem billigen, fruchtigen Drink, durch die Gäste der Vernissage manövrierte, in der Hoffnung, jedem Smalltalk aus dem Weg gehen zu können. Er hätte alles dafür gegeben, nicht hier sein zu müssen, sondern zu Hause, auf seinem Sofa liegen zu können und nichts zu machen, außer sich vielleicht endlich auf den neuesten Stand von Captain America zu bringen. Ja, das waren mittlerweile seine Vorstellungen von perfekten Abenden, von denen er in nächster Zeit zu wenige haben würde. Es war nicht einmal mehr einen Monat hin, ehe er seine Stelle am Institut voll antreten würde. Ein Ort, an dem er einen großen Teil seiner Kindheit verbracht hatte. Der Ort, an dem er den Mann kennengelernt hatte, der in nicht einmal einer Stunde hier sein würde, um sich die Ausstellung anzusehen, auf der vier seiner bekanntesten Stücke ausgestellt waren. Vier Skulpturen, die eine Mischung aus moderner Technik und klassischer Darstellungen der Renaissance vereinten und jeglicher Physik entgegenwirkten, was nicht zuletzt an den Techniken lag, die Billy für sie nutzte.<br />
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Ikarus thronte vor ihm auf, als Billy vor seinem eigenen Werk zum Stehen kam. Der Rücken der Skulptur, durchgedrückt. Das Gesicht vom Schmerz verzerrt. Die Flügel geschmolzen. Man sagte ihm sooft, dass sie zu lebendig wirkten. Dass die Details alle vorhanden waren, dass man die Finger danach ausstrecken und die Haut berühren wollte. Und deshalb, stand Ikarus offen, keine Absperrung, damit jeder, der das Bedürfnis hatte, herantreten und seine Finger auf den kalten Stein legen konnte, der trotz seiner kalkweißen Farbe, wirkte, als wäre es ein atmender Mensch, gefangen in einer unerträglichen Starre. Getragen von nichts weiter als zwei zähflüssig verlaufende Flügel. <i>Er ist kalt..!</i> hörte er eine Frau sagen, die gerade wieder ihre Finger löste. Ikarus Hand, im Fall gen Sonne gerichtet, schmolz ebenfalls. Unter der Haut und den Muskel, die sich nach und nach, Schicht für Schicht aufgelöst hatte, waren die Knochen zu sehen, die das Licht aufgrund der verchromten Beschichtungen, in alle Richtungen lenkte. <i>Es ist als würde sein Innerstes, alles widerspiegeln</i> hörte er einen anderen Mann, zu einer Frau flüstern.<br />
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Billy nahm einen langen, ausgedehnten Schluck. Es war nicht halb so tiefsinnig, wie die Besucher es verstanden. War er kein vollwertiger Künstler, wenn nicht jedes seiner Werke sozialkritisch war, sondern einfach nur seinen Gedanken und Gelüsten entsprang? Ikarus war ein attraktiver Mann gewesen, ein Modell, dass er anziehend und wunderschön gefunden hatte, eines, dass ihm nicht mehr aus dem Kopf gegangen war, ehe er nicht die Skulptur beendet hatte, wie sie hier stand. Er war ein Mann gewesen, mit dem er geschlafen und danach nie wieder angerufen hatte. Er wusste nicht einmal wie Ikarus im echten Leben hieß, wo er hergekommen war oder welche Hobbys er gehabt hatte. Er war ein Grindr Date gewesen. Nicht mehr und nicht weniger und nun war die einzige Erinnerung an den Mann eine Skulptur, deren Gesicht ihm ein wenig glich. War seine Kunst weniger wert, wenn jeder in diesem Raum die wahre Bedeutung kennen würde? Fuck, verdammte Scheiße. Er war nicht dafür gemacht irgendwelche tiefsinnige Rotze auszudrücken. Er war triebgesteuert und mochte einfach nur schöne, attraktive Menschen ansehen und in seiner Kunst verewigen. Viel mehr war da nicht. Er fragte sich wie die Anderen, die hier ausgestellt war, das sahen? Waren ihre Motivationen so tiefgründig wie die anderen sie ausmachten? Sein Blick fiel auf den Flyer in seiner Hand, während er die neun anderen Namen durchlaß, die hier ebenfalls einen Platz gefunden hatten. Einige kannte er, andere nicht. Sein Drink war beinahe schon leer. Die Veranstalter dieser Eröffnungen sollten sich wirklich ein wenig mehr ins Zeug legen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[In The End]]></title>
			<link>https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=302</link>
			<pubDate>Fri, 29 Oct 2021 14:00:32 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://dustnashes.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=0">Caelan Velasco</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=302</guid>
			<description><![CDATA[<center><div style="font-size: 45px; font-family: Georgia; line-height: 90%; letter-spacing: -4px; ">Turn away from all that I know</div><div style="font-size: 6px; font-family: Arial; letter-spacing: 3px; text-transform: uppercase;">I'm down with the fallen again</div>
<div style="width: 450px;"><font style="font-family: 'Josefin Sans', sans-serif; font-size: 13px;"> Anthea & Caelan<br />
30.09.2058 | nachts | Nachtclub | Party von Nova<br />
<br />
<i>Tired eyes, barely open<br />
Crippled by a promise broken<br />
I have seen an empire falling<br />
Hopeless, can you hear me calling?<br />
Turn away from all that I know<br />
Burning this bridge behind me<br />
Light the way and I'll Follow<br />
Where you go<br />
<br />
Can you tell me what is real?<br />
'Cause I've lost my way again<br />
Can you tell me how to feel?<br />
'Cause I don't feel anything<br />
Now that I'm down here again<br />
I'm down with the fallen again</i></font></center><br />
<br />
<center><span style="color: red;" class="mycode_color">TRIGGERWARNUNG: Suizid | Selbstverletzendes Verhalten</span></center><br />
<br />
Die Beats dröhnten durch den Club und Caelan konnte spüren, wie die Luft vor Emotion pulsierte; wie die Gefühle im Takt des Beats unter seiner Haut vibrierten. Die Stimmung war gut; sie war immer gut auf Novas Partys. Und das war der Grund aus dem er hier war. Caelan liess sich treiben, während er im Takt der Musik tanzte, die Hose so eng, dass sie nicht verbarg, wie dünn er war - das Oberteil ärmellos und zerrissen, die Überreste dessen, was einmal ein Bandshirt gewesen war. Er spürte sie, die Euphorie aller Menschen - wie ein schwerer Duft, der in der Luft hing. Elektrisierende Blitze von Emotionen, wann immer ihn eine der tanzenden Personen in der Menge berührte. So viel gute Energie, so viel positive Gefühle.. es war leicht sich darin treiben zu lassen, allerdings reichte es nicht. Es reichte nicht, um den Schmerz zu dämpfen, es reichte nicht einmal im Ansatz, um die scharfen Kanten seiner eigenen Gefühle  abzuschleifen, reichte nicht, um die Leere in seinem Innern zu füllen. Es war egal, wie viel er tanzte, wie sehr er sich bewegte... Caelan spürte, wie der Druck zunahm, immer und immer weiter.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Du musst aufhören, Caelan, es macht dich kaputt. Bitte.. bitte."</span> Er erinnerte sich an ihren Tonfall, den Ausdruck in ihrem Gesicht, erinnerte sich an die Emotionen die er gespürt hatte - ihre tiefe Sorge, ihre Angst, und darunter die Wut. Und seinen eigenen Schmerz. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Okay. Ich werde es beenden."</span> Seine Antwort, und wieder stahl sich das traurige Lächeln auf seine Lippen, voll von Melancholie. Er würde es beenden. Heute Nacht. Heute Nacht würde er die Verbindung zu seinem Herrn lösen, würde ausbrechen. Er würde ihn nicht mehr länger besitzen. Er würde ihn nicht mehr länger anfassen, nie wieder würde Caelan den beinahe befreienden Schmerz der Peitsche spüren, niemals wieder Schläge auf seiner Haut oder erzwungene Erregung verspüren, widerlich klebend wie ranziges Öl. Nie wieder.<br />
<br />
Langsam wand er sich durch die Menge, das Ziel klar. Wartete geduldig darauf, dass die überschaubare Schlange vor der Toilette sich lichtete, dass er dran war. Der Toilettenfrau schenkte er ein sanftes Lächeln und warf ihr einen Fünfziger auf ihren Teller, ehe er an ihr vorbei ging. Sein letztes Geld. Aber wo er nun hinging würde er es nicht mehr brauchen.<br />
Die Kabine war klein und ranzig, er sah noch den feinen, weißen Puder auf dem Spülkasten und als er mit den Fingern die Kabinenwand berührte spürte er das Echo unzähliger Personen, die an genau diesem Ort wild miteinander rumgeknutscht und miteinander geschlafen hatten. Spürte die Euphorie der Personen, die sich Drogen gespritzt hatten, den Kick - die Emotionen verursachten ihm eine sachte Gänsehaut, die das traurige Lächeln auf seinen Lippen verstärkte, seine Melancholie tiefer werden liess, den Schmerz noch mehr zuspitzte. Nie mehr. Niemals mehr würde er etwas berühren und spüren, was er nicht spüren wollte. Niemals wieder. Nie mehr.<br />
<br />
Erfüllt von tiefer Ruhe liess er sich auf den Toilettenboden nieder, ignorierte die Personen, die bereits gegen seine Tür pochten. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Zieh deine scheiß Line woanders!"</span></span>, rief einer. <i>Tut mir Leid, Kumpel... die Toilette wirst du erstmal nicht benutzen können.</i> Mit diesem Gedanken zog er das Skalpell aus dem Schaft seines Stiefels, wo er es zusammen mit dem Kugelschreiber vor der Personenkontrolle versteckt hatte. Vorsichtig tastete er seinen Puls an seinem rechten Arm, machte einen Punkt mit dem Kugelschreiber, tastete erneut... bis hinauf zu seiner Armbeuge, ehe er die Punkte miteinander verband, schwarze Tinte auf weißer Haut.<br />
Anschließend setzte er die Klinge an, grub sie tief in seine Haut, während der scharfe Schmerz ihm erneut Gänsehaut verursachte. Anschließend zog er das Messer mit einem Ruck nach oben, Richtung Armbeuge der Linie folgend. Weit kam er nicht, bis ihm das Messer aus der Hand fiel. Seine Hand zitterte vor Schmerz, trotzdem schob er seinen pochenden Arm über die Kloschüssel, während das Blut spritzte und unvermeidbar auch die Wand und den Spülkasten traf. <i>Fünfzig war vermutlich nicht genug hierfür. Es tut mir Leid.</i> Seine Sicht verschwamm und ihm wurde schwindelig und übel, schneller noch, als er erwartet hatte. das war also, wie es zuende ging - blutend über einem Spülkasten, während die Luft noch immer vor Euphorie der feiernden vibrierte. Ganz unerwartet stahl sich ein weiteres Gefühl zu seinem Schmerz, seiner Melancholie und seiner Ruhe -  Reue.<br />
<br />
Nie wieder würde er lachen. Niemals wieder tanzen. Nie wieder würde er eine Violine anfassen, oder einen Pinsel. Niemals wieder würde Thea ihm mit ihrem Ärmel Farbe aus dem Gesicht wischen. Niemals würde sie ihn mehr mit sich ziehen und ihn dazu bringen, Unfug anzustellen. Er würde nie wieder ein neues Lied hören, nie wieder ein Buch lesen. Alls endete hier und jetzt. Nicht nur der Schmerz, die Verzweiflung sondern auch all das Glück. Er war am Ende der Hoffnung angekommen. Das hier war es. Das Ende von allem. <i>Thea, es tut mir Leid.</i> Und plötzlich begannen sie zu fließen, die Tränen, die viel zu lange ungeweint geblieben waren.<br />
<br />
Nie mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<center><div style="font-size: 45px; font-family: Georgia; line-height: 90%; letter-spacing: -4px; ">Turn away from all that I know</div><div style="font-size: 6px; font-family: Arial; letter-spacing: 3px; text-transform: uppercase;">I'm down with the fallen again</div>
<div style="width: 450px;"><font style="font-family: 'Josefin Sans', sans-serif; font-size: 13px;"> Anthea & Caelan<br />
30.09.2058 | nachts | Nachtclub | Party von Nova<br />
<br />
<i>Tired eyes, barely open<br />
Crippled by a promise broken<br />
I have seen an empire falling<br />
Hopeless, can you hear me calling?<br />
Turn away from all that I know<br />
Burning this bridge behind me<br />
Light the way and I'll Follow<br />
Where you go<br />
<br />
Can you tell me what is real?<br />
'Cause I've lost my way again<br />
Can you tell me how to feel?<br />
'Cause I don't feel anything<br />
Now that I'm down here again<br />
I'm down with the fallen again</i></font></center><br />
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<center><span style="color: red;" class="mycode_color">TRIGGERWARNUNG: Suizid | Selbstverletzendes Verhalten</span></center><br />
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Die Beats dröhnten durch den Club und Caelan konnte spüren, wie die Luft vor Emotion pulsierte; wie die Gefühle im Takt des Beats unter seiner Haut vibrierten. Die Stimmung war gut; sie war immer gut auf Novas Partys. Und das war der Grund aus dem er hier war. Caelan liess sich treiben, während er im Takt der Musik tanzte, die Hose so eng, dass sie nicht verbarg, wie dünn er war - das Oberteil ärmellos und zerrissen, die Überreste dessen, was einmal ein Bandshirt gewesen war. Er spürte sie, die Euphorie aller Menschen - wie ein schwerer Duft, der in der Luft hing. Elektrisierende Blitze von Emotionen, wann immer ihn eine der tanzenden Personen in der Menge berührte. So viel gute Energie, so viel positive Gefühle.. es war leicht sich darin treiben zu lassen, allerdings reichte es nicht. Es reichte nicht, um den Schmerz zu dämpfen, es reichte nicht einmal im Ansatz, um die scharfen Kanten seiner eigenen Gefühle  abzuschleifen, reichte nicht, um die Leere in seinem Innern zu füllen. Es war egal, wie viel er tanzte, wie sehr er sich bewegte... Caelan spürte, wie der Druck zunahm, immer und immer weiter.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Du musst aufhören, Caelan, es macht dich kaputt. Bitte.. bitte."</span> Er erinnerte sich an ihren Tonfall, den Ausdruck in ihrem Gesicht, erinnerte sich an die Emotionen die er gespürt hatte - ihre tiefe Sorge, ihre Angst, und darunter die Wut. Und seinen eigenen Schmerz. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Okay. Ich werde es beenden."</span> Seine Antwort, und wieder stahl sich das traurige Lächeln auf seine Lippen, voll von Melancholie. Er würde es beenden. Heute Nacht. Heute Nacht würde er die Verbindung zu seinem Herrn lösen, würde ausbrechen. Er würde ihn nicht mehr länger besitzen. Er würde ihn nicht mehr länger anfassen, nie wieder würde Caelan den beinahe befreienden Schmerz der Peitsche spüren, niemals wieder Schläge auf seiner Haut oder erzwungene Erregung verspüren, widerlich klebend wie ranziges Öl. Nie wieder.<br />
<br />
Langsam wand er sich durch die Menge, das Ziel klar. Wartete geduldig darauf, dass die überschaubare Schlange vor der Toilette sich lichtete, dass er dran war. Der Toilettenfrau schenkte er ein sanftes Lächeln und warf ihr einen Fünfziger auf ihren Teller, ehe er an ihr vorbei ging. Sein letztes Geld. Aber wo er nun hinging würde er es nicht mehr brauchen.<br />
Die Kabine war klein und ranzig, er sah noch den feinen, weißen Puder auf dem Spülkasten und als er mit den Fingern die Kabinenwand berührte spürte er das Echo unzähliger Personen, die an genau diesem Ort wild miteinander rumgeknutscht und miteinander geschlafen hatten. Spürte die Euphorie der Personen, die sich Drogen gespritzt hatten, den Kick - die Emotionen verursachten ihm eine sachte Gänsehaut, die das traurige Lächeln auf seinen Lippen verstärkte, seine Melancholie tiefer werden liess, den Schmerz noch mehr zuspitzte. Nie mehr. Niemals mehr würde er etwas berühren und spüren, was er nicht spüren wollte. Niemals wieder. Nie mehr.<br />
<br />
Erfüllt von tiefer Ruhe liess er sich auf den Toilettenboden nieder, ignorierte die Personen, die bereits gegen seine Tür pochten. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">"Zieh deine scheiß Line woanders!"</span></span>, rief einer. <i>Tut mir Leid, Kumpel... die Toilette wirst du erstmal nicht benutzen können.</i> Mit diesem Gedanken zog er das Skalpell aus dem Schaft seines Stiefels, wo er es zusammen mit dem Kugelschreiber vor der Personenkontrolle versteckt hatte. Vorsichtig tastete er seinen Puls an seinem rechten Arm, machte einen Punkt mit dem Kugelschreiber, tastete erneut... bis hinauf zu seiner Armbeuge, ehe er die Punkte miteinander verband, schwarze Tinte auf weißer Haut.<br />
Anschließend setzte er die Klinge an, grub sie tief in seine Haut, während der scharfe Schmerz ihm erneut Gänsehaut verursachte. Anschließend zog er das Messer mit einem Ruck nach oben, Richtung Armbeuge der Linie folgend. Weit kam er nicht, bis ihm das Messer aus der Hand fiel. Seine Hand zitterte vor Schmerz, trotzdem schob er seinen pochenden Arm über die Kloschüssel, während das Blut spritzte und unvermeidbar auch die Wand und den Spülkasten traf. <i>Fünfzig war vermutlich nicht genug hierfür. Es tut mir Leid.</i> Seine Sicht verschwamm und ihm wurde schwindelig und übel, schneller noch, als er erwartet hatte. das war also, wie es zuende ging - blutend über einem Spülkasten, während die Luft noch immer vor Euphorie der feiernden vibrierte. Ganz unerwartet stahl sich ein weiteres Gefühl zu seinem Schmerz, seiner Melancholie und seiner Ruhe -  Reue.<br />
<br />
Nie wieder würde er lachen. Niemals wieder tanzen. Nie wieder würde er eine Violine anfassen, oder einen Pinsel. Niemals wieder würde Thea ihm mit ihrem Ärmel Farbe aus dem Gesicht wischen. Niemals würde sie ihn mehr mit sich ziehen und ihn dazu bringen, Unfug anzustellen. Er würde nie wieder ein neues Lied hören, nie wieder ein Buch lesen. Alls endete hier und jetzt. Nicht nur der Schmerz, die Verzweiflung sondern auch all das Glück. Er war am Ende der Hoffnung angekommen. Das hier war es. Das Ende von allem. <i>Thea, es tut mir Leid.</i> Und plötzlich begannen sie zu fließen, die Tränen, die viel zu lange ungeweint geblieben waren.<br />
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Nie mehr.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[embrace the glorious mess that you are]]></title>
			<link>https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=300</link>
			<pubDate>Sun, 24 Oct 2021 19:41:18 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://dustnashes.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=0">Drew Davis</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=300</guid>
			<description><![CDATA[Die nächtlichen Geräusche des Distrikts, reichten von weit entfernten Schüssen, über Sirenen und Dronenrotoren, bis hin zu den Schreien und Flüchen unterschiedlichster Sprachen und dem obligatorischen Bellen eines aggressiven Hundes. Es war seltsam, wie sicher man sich in einer solchen Umgebung fühlen konnte, ohne eine eigene Waffe, um sich gegen Angreifer zu wehren, oder den Schutz einer Mutation. Einfach nur man selbst, spärlich bekleidet, gefangen in einem zerbrechlichen Körper, der darauf ausgelegt war, die schmutzigsten Fantasien aus den dunkelsten Ecken eines Bewusstseins herauszukitzeln. Drew kicherte leise, bei den philosophischen Gedanken, die ihr immer dann zu kommen schienen, wenn es höchst unangebracht war.<br />
<br />
In der Hocke, an die Wand lehnend, sah sie auf den Wagen, der unmittelbar vor dem Red Lotus einen der begehrten Parkplätze für sich beanspruchte. Er stand schon eine ganze Weile da, aber seit er zum Stehen gekommen war, war niemand ausgestiegen. Es war nicht ihre Aufgabe, die Umgebung im Auge zu behalten, aber manchmal, hängte sie sich an diesen kleinen Details auf und ihr Kopf begann ganz eigene Geschichten daraus zu spinnen. Vielleicht ein Neuling, der im letzten Moment kalte Füße bekommen hatte? Oder eine Ehefrau, die ihren Betrüger von Ehemann auf frischer Tat, erwischen wollte?<br />
Die Zigarette zwischen Zeige- und Ringfinger, wechselte die Hand. Der Rauch brannte in der Nase, würde ihren seidenen Morgenmantel, den sie im Moment trug, furchtbar stinken lassen und seit sie sie angezündet hatte, hatte Drew keinen weiteren Zug von ihr genommen. Zigaretten waren widerlich. Sie schmeckten furchtbar, machten krank und ließen ihre Hände trocken werden. Dennoch erlaubte ihre bloße Anwesenheit zwischen ihren Finger, dass Drew sich entspannte.<br />
<br />
Ein Privatdetektiv, der von einem reichen Ehemann beauftragt worden war, um die eigene Frau endlich mit einer billigen Scheidung loswerden wollte.<br />
<br />
Ja, das musste es sein.<br />
<br />
Die Türe neben ihr ging auf und ein Mann, in einem Anzug kam die steinerne Treppen des Eingangs hinunter. Die Krawatte war nur um den Nacken gelegt, das Hemd noch zwei Knöpfe zu weit geöffnet. Drew richtete sich schwerfällig auf, als der Mann zu ihr heruntersah. Abscheu. Lust. Ein Zwiespalt, den sie nur zu gut erkannte. <b>”Gute Nacht, Sir.”</b> Ihre Stimme war rau, der Hals schmerzte noch ein wenig, auch wenn die Äußerlichkeiten bereits geheilt worden waren. Manche Kunden, wussten einfach nicht wann genug war.. Der Mann sagte nichts, doch der Blick, der ihrem spärlich bekleideten Körper entlang fuhr, sagte mehr als er sich vermutlich bewusst war. Wenn er sie jetzt anfassen würde.. Gegen die Mauer drücken und sie nehmen würde.. Würde Drew ihm das doppelte abnehmen als die Hure, die ihn oben bedient hatte, denn offensichtlich war sie deutlich begehrenswerter. Sie schob sich eine der dunklen Strähne, der offenen Haare hinters Ohr. <b>”Ich hoffe Sie hatten einen angenehmen Aufenthalt.”</b> Ihr Lächeln war ehrlich und unschuldig, die Höflichkeit vielleicht ein wenig fehl am Platz, wenn man bedachte, dass sie im Moment nicht mehr als ein Set hübscher, weißer Unterwäsche und einen Morgenmantel trug, der mehr preisgab, als verbarg. Die Luft hier draußen war stickig und warm, ließ auf ihrer gebräunten Haut, einen leichten Schweißfilm zurück. Ohne ein Wort zu sagen, wandte der Mann sich ab und als würde er nicht schnell genug fortkommen, drohte er bei jedem Schritt über seine eigenen Füße zu stolpern. Drew sah ihm nach. Der Zigarettenstumpen zwischen ihren Fingern wurde fast unerträglich heiß, je näher er der dünnen Haut kam. So waren diese Kerle eben. Erst wie ein Weltmeister vögeln und sich aufspielen als wäre man das Alphamännchen schlechthin und dann die Ware verachten und wegschmeißen. Sie hob den Mittelfinder, streckte die Zunge heraus und wandte sich ab, um zurück in das Gebäude zu gehen. Für einen Moment blieb Drews Blick erneut auf dem Wagen hängen. Die Beleuchtung der Straße war zu schlecht, um ins Innere sehen zu können. Noch ehe sie die erste Stufe erklommen hatte, wandte sie sich erneut ab und ging auf das Auto zu und klopfte ohne zu zögern gegen die Scheibe des Fahrersitzes.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die nächtlichen Geräusche des Distrikts, reichten von weit entfernten Schüssen, über Sirenen und Dronenrotoren, bis hin zu den Schreien und Flüchen unterschiedlichster Sprachen und dem obligatorischen Bellen eines aggressiven Hundes. Es war seltsam, wie sicher man sich in einer solchen Umgebung fühlen konnte, ohne eine eigene Waffe, um sich gegen Angreifer zu wehren, oder den Schutz einer Mutation. Einfach nur man selbst, spärlich bekleidet, gefangen in einem zerbrechlichen Körper, der darauf ausgelegt war, die schmutzigsten Fantasien aus den dunkelsten Ecken eines Bewusstseins herauszukitzeln. Drew kicherte leise, bei den philosophischen Gedanken, die ihr immer dann zu kommen schienen, wenn es höchst unangebracht war.<br />
<br />
In der Hocke, an die Wand lehnend, sah sie auf den Wagen, der unmittelbar vor dem Red Lotus einen der begehrten Parkplätze für sich beanspruchte. Er stand schon eine ganze Weile da, aber seit er zum Stehen gekommen war, war niemand ausgestiegen. Es war nicht ihre Aufgabe, die Umgebung im Auge zu behalten, aber manchmal, hängte sie sich an diesen kleinen Details auf und ihr Kopf begann ganz eigene Geschichten daraus zu spinnen. Vielleicht ein Neuling, der im letzten Moment kalte Füße bekommen hatte? Oder eine Ehefrau, die ihren Betrüger von Ehemann auf frischer Tat, erwischen wollte?<br />
Die Zigarette zwischen Zeige- und Ringfinger, wechselte die Hand. Der Rauch brannte in der Nase, würde ihren seidenen Morgenmantel, den sie im Moment trug, furchtbar stinken lassen und seit sie sie angezündet hatte, hatte Drew keinen weiteren Zug von ihr genommen. Zigaretten waren widerlich. Sie schmeckten furchtbar, machten krank und ließen ihre Hände trocken werden. Dennoch erlaubte ihre bloße Anwesenheit zwischen ihren Finger, dass Drew sich entspannte.<br />
<br />
Ein Privatdetektiv, der von einem reichen Ehemann beauftragt worden war, um die eigene Frau endlich mit einer billigen Scheidung loswerden wollte.<br />
<br />
Ja, das musste es sein.<br />
<br />
Die Türe neben ihr ging auf und ein Mann, in einem Anzug kam die steinerne Treppen des Eingangs hinunter. Die Krawatte war nur um den Nacken gelegt, das Hemd noch zwei Knöpfe zu weit geöffnet. Drew richtete sich schwerfällig auf, als der Mann zu ihr heruntersah. Abscheu. Lust. Ein Zwiespalt, den sie nur zu gut erkannte. <b>”Gute Nacht, Sir.”</b> Ihre Stimme war rau, der Hals schmerzte noch ein wenig, auch wenn die Äußerlichkeiten bereits geheilt worden waren. Manche Kunden, wussten einfach nicht wann genug war.. Der Mann sagte nichts, doch der Blick, der ihrem spärlich bekleideten Körper entlang fuhr, sagte mehr als er sich vermutlich bewusst war. Wenn er sie jetzt anfassen würde.. Gegen die Mauer drücken und sie nehmen würde.. Würde Drew ihm das doppelte abnehmen als die Hure, die ihn oben bedient hatte, denn offensichtlich war sie deutlich begehrenswerter. Sie schob sich eine der dunklen Strähne, der offenen Haare hinters Ohr. <b>”Ich hoffe Sie hatten einen angenehmen Aufenthalt.”</b> Ihr Lächeln war ehrlich und unschuldig, die Höflichkeit vielleicht ein wenig fehl am Platz, wenn man bedachte, dass sie im Moment nicht mehr als ein Set hübscher, weißer Unterwäsche und einen Morgenmantel trug, der mehr preisgab, als verbarg. Die Luft hier draußen war stickig und warm, ließ auf ihrer gebräunten Haut, einen leichten Schweißfilm zurück. Ohne ein Wort zu sagen, wandte der Mann sich ab und als würde er nicht schnell genug fortkommen, drohte er bei jedem Schritt über seine eigenen Füße zu stolpern. Drew sah ihm nach. Der Zigarettenstumpen zwischen ihren Fingern wurde fast unerträglich heiß, je näher er der dünnen Haut kam. So waren diese Kerle eben. Erst wie ein Weltmeister vögeln und sich aufspielen als wäre man das Alphamännchen schlechthin und dann die Ware verachten und wegschmeißen. Sie hob den Mittelfinder, streckte die Zunge heraus und wandte sich ab, um zurück in das Gebäude zu gehen. Für einen Moment blieb Drews Blick erneut auf dem Wagen hängen. Die Beleuchtung der Straße war zu schlecht, um ins Innere sehen zu können. Noch ehe sie die erste Stufe erklommen hatte, wandte sie sich erneut ab und ging auf das Auto zu und klopfte ohne zu zögern gegen die Scheibe des Fahrersitzes.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[give yourself some credit for how far you've come]]></title>
			<link>https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=295</link>
			<pubDate>Sun, 10 Oct 2021 13:37:31 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://dustnashes.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=0">Kaz Brakow</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=295</guid>
			<description><![CDATA[Kaz verabschiedete sich von den Männern, die noch immer in der Runde saßen und sich leise unterhielten. Einige hatten angeregt an dem Gespräch teilgenommen, andere hatten nur auf den Boden vor sich her gestarrt oder aber aus einem der großen Fenster. Wiederum andere hatten nur mit vor der Brust gekreuzten Armen jeden mit Blicken erdolcht, der es gewagt hatte das Wort zu ergreifen. <br />
Er konnte es verstehen, gewissermaßen gab es nichts Privateres, als die Dinge, die sie in geschlossener Runde besprachen und nicht viele von ihnen hatten das Glück ein gutes Umfeld zu haben, das sie unterstützte und ihnen Halt gab. Doch dafür gab es das Zentrum, in dem er sich hin und wieder mit seiner zuständigen PTBS Betreuerin traf. Oder viel mehr treffen musste. Doch er wusste genau, dass diese Sicherheitsmaßnahme genau das war: Eine Sicherheitsmaßnahme. Man wollte verhindern, dass ihm eine Sicherung durchknallte und er plötzlich auf alle möglichen Leute losging. Bei einem Mann seiner Ausbildung und seinem Hintergrund wären die Ausmaße verheerend. <br />
<br />
Außerdem war Captain McGrath eine überaus attraktive Frau und er hatte nichts dagegen ihr alle paar Wochen mal einige Stunden seiner Zeit zu schenken. Und das sogar noch weniger, seitdem sie seine Eignung erkannt hatte mit den anderen Soldaten zu sprechen, wenn es um Dinge ging, die niemand nachvollziehen konnte, der es nicht selbst durchgemacht hatte. Viele der Männer hatten nichts anderes als den Dienst an ihrem Land gehabt und waren nun in ein tiefes Loch gefallen. Was Kaz verstand. Absolut. Doch es freute ihn unheimlich, wenn die anderen versuchten sich aus diesem Loch zu befreien und er reichte ihnen nur allzu gerne die Hand dafür. <br />
<br />
Immerhin waren sie alle Soldaten. Egal ob im aktiven Dienst oder nicht. Sie waren noch immer dort. Gewissermaßen. Sie alle. Auch er. Vor allem in den Nächten, wenn sein Körper sich verkrampfte und er Schweißausbrüche bekam, wenn die Erinnerungen ihn übermannten und er im Schlaf erneut in Stücke gerissen wurde. Nur hatte er einen Alltag, der ihn auffing und eine Aufgabe, eine Familie … er hatte Pfeiler, die ihn hielten, wenn die Erinnerungen übermächtig wurden. Und er hatte seine Erfahrung, die ihm ebenfalls half. Viele der Männer waren noch jung. Sie könnten allesamt seine Söhne sein. Und das machte es schwerer zu akzeptieren. <br />
Er rieb sich über das Gesicht, ehe er an die Tür klopfte, auf Erlaubnis wartete einzutreten und dann in ein Büro trat, das ihm bereits wohl bekannt war. Er war nicht das erste Mal hier und auch nicht das letzte Mal. Nicht, wenn er seinen Posten behalten wollte und das PD des achten Bezirks weiterhin umstrukturieren wollte. Was eine Goliathaufgabe für einen einzelnen Mann war, doch immerhin hatte er sein altes Team um sich und fähige Polizisten, die ihn unterstützten. <br />
<br />
<ina> „Captain. Bereit Bericht zu erstatten.“</ina>, scherzte er mit einem schiefen Grinsen und salutierte mit seiner prothetischen Hand, ehe er sich jedoch sehr gemütlich auf dem Stuhl vor dem Tisch hinlümmelte und den Knöchel seines biologischen Beines über die Prothese legte und zu der Blondine sah, die scheinbar irgendwelchen Papierkram machte. Er hasste Papierkram. Leider machte er einen Großteil seiner neuen Arbeit aus. <br />
<ina> „Hawkes ist ziemlich zugeknöpft. Er hat eine ordentlich ablehnende Haltung entwickelt, seitdem ich das letzte Mal da war. Dafür ist Jefferson extrem überbordernd und euphorisch. Ich befürchte, dass er abstürzen könnte, wenn die neue Prothese nicht für die Akzeptanz innerhalb seiner Familie sorgt, die er sich erhofft.“</ina>, beide Männer waren Extreme des Spektrums. Hawkes war ein junger Soldat der – wie er selbst – ein Bein verloren hatte. Doch bei Hawkes hatte es ihm auch einen Teil des Beckens weggesprengt und der Heiler hatte gepfuscht. Sodass er nicht einmal für eine Phallusprothese in Frage gekommen war. Ein bittererer Verlust für einen Mann Ende 20. <br />
Jefferson hingegen hatte einen Arm verloren und war in seiner Familie durch diesen Makel auf Ablehnung gestoßen. Idioten, wenn man ihn fragte, denn Jefferson war ein toller Junge. Ein wenig zu quirlig für seinen Geschmack, doch mit dem Herzen am rechten Fleck. Seine Flüge waren immer extrem hoch, doch dafür stürzte er jedes Mal auch verdammt tief ab, wenn er wieder einmal Ablehnung durch seine Familie erfuhr. Dinge, die Lia wissen musste, weil sie sich um diese Männer kümmerte. Anders als er. Er war nur hin und wieder da, um mit den Männern über Dinge zu reden, die sie einer Frau nicht anvertrauen konnte, oder einem gesunden Mann… er hingegen, war genauso beschädigt wie sie. Ihm gegenüber konnten sie sich öffnen. Zumindest einige. <ina> „Die anderen sind, soweit ich das beurteilen kann, stabil und brauchen keine besondere Aufmerksamkeit. Wusstest du, das Kingston sich verlobt hat? Gut für den Jungen.“</ina>, und vor allem ein Hinweis darauf, dass er sein neues Leben aufbaute und sich immer weiter von dem Loch entfernte, in dem er gehockt hatte, als er vor einigen Monaten zum ersten Mal hier gewesen war, um mit den Männern zu reden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Kaz verabschiedete sich von den Männern, die noch immer in der Runde saßen und sich leise unterhielten. Einige hatten angeregt an dem Gespräch teilgenommen, andere hatten nur auf den Boden vor sich her gestarrt oder aber aus einem der großen Fenster. Wiederum andere hatten nur mit vor der Brust gekreuzten Armen jeden mit Blicken erdolcht, der es gewagt hatte das Wort zu ergreifen. <br />
Er konnte es verstehen, gewissermaßen gab es nichts Privateres, als die Dinge, die sie in geschlossener Runde besprachen und nicht viele von ihnen hatten das Glück ein gutes Umfeld zu haben, das sie unterstützte und ihnen Halt gab. Doch dafür gab es das Zentrum, in dem er sich hin und wieder mit seiner zuständigen PTBS Betreuerin traf. Oder viel mehr treffen musste. Doch er wusste genau, dass diese Sicherheitsmaßnahme genau das war: Eine Sicherheitsmaßnahme. Man wollte verhindern, dass ihm eine Sicherung durchknallte und er plötzlich auf alle möglichen Leute losging. Bei einem Mann seiner Ausbildung und seinem Hintergrund wären die Ausmaße verheerend. <br />
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Außerdem war Captain McGrath eine überaus attraktive Frau und er hatte nichts dagegen ihr alle paar Wochen mal einige Stunden seiner Zeit zu schenken. Und das sogar noch weniger, seitdem sie seine Eignung erkannt hatte mit den anderen Soldaten zu sprechen, wenn es um Dinge ging, die niemand nachvollziehen konnte, der es nicht selbst durchgemacht hatte. Viele der Männer hatten nichts anderes als den Dienst an ihrem Land gehabt und waren nun in ein tiefes Loch gefallen. Was Kaz verstand. Absolut. Doch es freute ihn unheimlich, wenn die anderen versuchten sich aus diesem Loch zu befreien und er reichte ihnen nur allzu gerne die Hand dafür. <br />
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Immerhin waren sie alle Soldaten. Egal ob im aktiven Dienst oder nicht. Sie waren noch immer dort. Gewissermaßen. Sie alle. Auch er. Vor allem in den Nächten, wenn sein Körper sich verkrampfte und er Schweißausbrüche bekam, wenn die Erinnerungen ihn übermannten und er im Schlaf erneut in Stücke gerissen wurde. Nur hatte er einen Alltag, der ihn auffing und eine Aufgabe, eine Familie … er hatte Pfeiler, die ihn hielten, wenn die Erinnerungen übermächtig wurden. Und er hatte seine Erfahrung, die ihm ebenfalls half. Viele der Männer waren noch jung. Sie könnten allesamt seine Söhne sein. Und das machte es schwerer zu akzeptieren. <br />
Er rieb sich über das Gesicht, ehe er an die Tür klopfte, auf Erlaubnis wartete einzutreten und dann in ein Büro trat, das ihm bereits wohl bekannt war. Er war nicht das erste Mal hier und auch nicht das letzte Mal. Nicht, wenn er seinen Posten behalten wollte und das PD des achten Bezirks weiterhin umstrukturieren wollte. Was eine Goliathaufgabe für einen einzelnen Mann war, doch immerhin hatte er sein altes Team um sich und fähige Polizisten, die ihn unterstützten. <br />
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<ina> „Captain. Bereit Bericht zu erstatten.“</ina>, scherzte er mit einem schiefen Grinsen und salutierte mit seiner prothetischen Hand, ehe er sich jedoch sehr gemütlich auf dem Stuhl vor dem Tisch hinlümmelte und den Knöchel seines biologischen Beines über die Prothese legte und zu der Blondine sah, die scheinbar irgendwelchen Papierkram machte. Er hasste Papierkram. Leider machte er einen Großteil seiner neuen Arbeit aus. <br />
<ina> „Hawkes ist ziemlich zugeknöpft. Er hat eine ordentlich ablehnende Haltung entwickelt, seitdem ich das letzte Mal da war. Dafür ist Jefferson extrem überbordernd und euphorisch. Ich befürchte, dass er abstürzen könnte, wenn die neue Prothese nicht für die Akzeptanz innerhalb seiner Familie sorgt, die er sich erhofft.“</ina>, beide Männer waren Extreme des Spektrums. Hawkes war ein junger Soldat der – wie er selbst – ein Bein verloren hatte. Doch bei Hawkes hatte es ihm auch einen Teil des Beckens weggesprengt und der Heiler hatte gepfuscht. Sodass er nicht einmal für eine Phallusprothese in Frage gekommen war. Ein bittererer Verlust für einen Mann Ende 20. <br />
Jefferson hingegen hatte einen Arm verloren und war in seiner Familie durch diesen Makel auf Ablehnung gestoßen. Idioten, wenn man ihn fragte, denn Jefferson war ein toller Junge. Ein wenig zu quirlig für seinen Geschmack, doch mit dem Herzen am rechten Fleck. Seine Flüge waren immer extrem hoch, doch dafür stürzte er jedes Mal auch verdammt tief ab, wenn er wieder einmal Ablehnung durch seine Familie erfuhr. Dinge, die Lia wissen musste, weil sie sich um diese Männer kümmerte. Anders als er. Er war nur hin und wieder da, um mit den Männern über Dinge zu reden, die sie einer Frau nicht anvertrauen konnte, oder einem gesunden Mann… er hingegen, war genauso beschädigt wie sie. Ihm gegenüber konnten sie sich öffnen. Zumindest einige. <ina> „Die anderen sind, soweit ich das beurteilen kann, stabil und brauchen keine besondere Aufmerksamkeit. Wusstest du, das Kingston sich verlobt hat? Gut für den Jungen.“</ina>, und vor allem ein Hinweis darauf, dass er sein neues Leben aufbaute und sich immer weiter von dem Loch entfernte, in dem er gehockt hatte, als er vor einigen Monaten zum ersten Mal hier gewesen war, um mit den Männern zu reden.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sooner or later, we all quote our mothers]]></title>
			<link>https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=293</link>
			<pubDate>Mon, 27 Sep 2021 18:05:38 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://dustnashes.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=46">Lia McGrath</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<br><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: italic; "> Sooner or later</font></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 4px; line-height: 6px; blockquote;"><center> we all quote our mothers</center></font></div><br><br />
<div align="right"><font style="font-family: Mrs Saint Delafield; font-size: 30px; text-transform: letter-spacing: 1px; line-height: 9px; blockquote; font-style: italic;">Calaya& Lia</font></div><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 6px; blockquote;"> Außerhalb Chicagos.6.2065 | Morgens| </font></div>
<br />
<br />
<br />
Die Sonne bahnte sich erbarmungslos durch die Stadt und küsste noch den letzten Winkel der Windy City wach. Zwar war es nach militärischem Standard schon recht spät, aber für den Rest der Bevölkerung war es für einen Samstagmorgen zu früh.<br />
Einem Klischee folgend, drückte Lia auf die Hupe, statt über ihr Intercom sich bei ihrer Freundin zu melden. Calaya wusste, dass sie verabredet waren und die blonde Frau pünktlich wie ein Uhrwerk war, weswegen es kein Wunder war, dass sie um 06:59 auf die Hupe drückte und sich damit wohl die Missgunst aller Nachbarn einfing.<br />
Der schwarze Mustang war schon ein alter Klassiker und zeigte wie liebevoll er gepflegt wurde. Obwohl das Auto wohl unter Antik fiel, war es nur die äußere Hülle, die diesen Anschein erweckte. Der Motor und alle anderen Teile, wurden den ökologischen Standards aus dem Jahre 2050 angepasst, womit der Oldtimer eine gültige Fahrerlaubnis besaß.Lia liebte das Auto, nicht nur, dass es eine Kindheitserinnerung an die beste Zeit mit ihrem Vater war, es gab ihr ein Gefühl der Sicherheit.<br />
<br />
Die langen, schmalen Finger lagen um das robuste Lenkrad, während sie mit den Fingerkuppen auf das Leder trommelte. Schon seitdem sie das Treffen mit Calaya ausgemacht hatte, freute sie sich wie ein kleines Kind, dabei wusste ihrer Freundin nicht einmal wohin es ging. Entspannt lehnte sie sich zurück in das bequeme Polster und wagte einen Blick auf den Rücksitz, wo sie alles verstaut hatte, was sie heute brauchten.<br />
Es war gut jemanden wie die Asiatin als Freundin zu haben, einfach um dem Alltag zu entfliehen.<br />
Lia liebte ihre Kinder, aber es gab Momente wo sie überfordert war, nicht weiter wusste und am liebsten ihren Ehemann anschreien würde, wieso er ihr das angetan hatte. Doch nun trug sie Verantwortung und die konnte man nicht weggeben. Etwas wie ein Einkaufsbummel, einen Spartag oder ins Kosmetikstudio waren keine Orte, an denen sie ihre innere Ruhe wiederfand. Nein, die fand sie auf dem Schießstand, in der Luft oder bei Einsätzen, also musste sie es kompensieren.<br />
<br />
Natürlich gab es auch das ein oder andere langweilige Nachmittagsprogramm, aber um wirklich abzuschalten und wieder zu entspannen brauche Lia mehr, als das was auf sie zu Hause wartete, so hart es auch klang. Sie war nicht für die Hausarbeit oder die Küche gemacht. Die blonden Haare waren noch nass von der Dusche und lagen offen um ihre Schulter herum, während sie nur durch die Sonnenbrille im Haar zurückfielen.<br />
Wie immer war die Soldatin der Situation angepasst, für heute ein schlichtes weißes T-Shirt und eine schwarze Sporthose die signalisierte man könne zum Yoga gehen oder zum Rennen. Man wusste es nicht. So langsam traf Chicago die volle Wucht des Sommers und durch das veränderte Klima war es bereits am Morgen höllisch warm. Ein kurzer Schauer lief der Soldatin über den Rücken, dessen Ursprung sie nicht lokalisieren konnte. Schließlich warf sie einen weiteren Blick zur Tür von Caleya und freute sich bereits auf das offene und warmherzige Lachen der anderen Frau, das ihr bereits in frühen Jahren so guttat.Die vollen Lippen kräuselten sich zu einem Schmunzeln, weil sie, als wäre es erst gestern passiert, die Stimme in ihrem Kopf hatte.<br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Was tust du da?“</span>, das entsetzten in der Stimme hatte sich in ihrem Kopf eingebrannt, dass sie fast alles fallen ließ. Erste Hilfe und die Sani-ausbildung die jeder Soldat machen musste um im Ernstfall einem Kameraden oder sich selber helfen zu können, war Lias große Schwäche gewesen. Die Betonung lag auf war. Calaya nahm sich die Zeit und die Geduld der damaligen Rekrutin das wichtigste beizubringen und nicht wie ein tollwütiger Metzger zu agieren. Es war der Grundstein für eine solide Freundschaft gewesen, die bis heute anhielt. Selbst als sie sich ein paar Mal aus den Augen verloren hatten. Das Lächeln blieb und verliehen der Soldatin etwas Weiches, dass man privat eher weniger bei ihr sah, sie aber nie an die große Glocke hing. Gefühlsduselei war noch nie etwas, dass ihr half, auch wenn sie es immer ihren Patienten riet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: italic; "> Sooner or later</font></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 4px; line-height: 6px; blockquote;"><center> we all quote our mothers</center></font></div><br><br />
<div align="right"><font style="font-family: Mrs Saint Delafield; font-size: 30px; text-transform: letter-spacing: 1px; line-height: 9px; blockquote; font-style: italic;">Calaya& Lia</font></div><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 6px; blockquote;"> Außerhalb Chicagos.6.2065 | Morgens| </font></div>
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Die Sonne bahnte sich erbarmungslos durch die Stadt und küsste noch den letzten Winkel der Windy City wach. Zwar war es nach militärischem Standard schon recht spät, aber für den Rest der Bevölkerung war es für einen Samstagmorgen zu früh.<br />
Einem Klischee folgend, drückte Lia auf die Hupe, statt über ihr Intercom sich bei ihrer Freundin zu melden. Calaya wusste, dass sie verabredet waren und die blonde Frau pünktlich wie ein Uhrwerk war, weswegen es kein Wunder war, dass sie um 06:59 auf die Hupe drückte und sich damit wohl die Missgunst aller Nachbarn einfing.<br />
Der schwarze Mustang war schon ein alter Klassiker und zeigte wie liebevoll er gepflegt wurde. Obwohl das Auto wohl unter Antik fiel, war es nur die äußere Hülle, die diesen Anschein erweckte. Der Motor und alle anderen Teile, wurden den ökologischen Standards aus dem Jahre 2050 angepasst, womit der Oldtimer eine gültige Fahrerlaubnis besaß.Lia liebte das Auto, nicht nur, dass es eine Kindheitserinnerung an die beste Zeit mit ihrem Vater war, es gab ihr ein Gefühl der Sicherheit.<br />
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Die langen, schmalen Finger lagen um das robuste Lenkrad, während sie mit den Fingerkuppen auf das Leder trommelte. Schon seitdem sie das Treffen mit Calaya ausgemacht hatte, freute sie sich wie ein kleines Kind, dabei wusste ihrer Freundin nicht einmal wohin es ging. Entspannt lehnte sie sich zurück in das bequeme Polster und wagte einen Blick auf den Rücksitz, wo sie alles verstaut hatte, was sie heute brauchten.<br />
Es war gut jemanden wie die Asiatin als Freundin zu haben, einfach um dem Alltag zu entfliehen.<br />
Lia liebte ihre Kinder, aber es gab Momente wo sie überfordert war, nicht weiter wusste und am liebsten ihren Ehemann anschreien würde, wieso er ihr das angetan hatte. Doch nun trug sie Verantwortung und die konnte man nicht weggeben. Etwas wie ein Einkaufsbummel, einen Spartag oder ins Kosmetikstudio waren keine Orte, an denen sie ihre innere Ruhe wiederfand. Nein, die fand sie auf dem Schießstand, in der Luft oder bei Einsätzen, also musste sie es kompensieren.<br />
<br />
Natürlich gab es auch das ein oder andere langweilige Nachmittagsprogramm, aber um wirklich abzuschalten und wieder zu entspannen brauche Lia mehr, als das was auf sie zu Hause wartete, so hart es auch klang. Sie war nicht für die Hausarbeit oder die Küche gemacht. Die blonden Haare waren noch nass von der Dusche und lagen offen um ihre Schulter herum, während sie nur durch die Sonnenbrille im Haar zurückfielen.<br />
Wie immer war die Soldatin der Situation angepasst, für heute ein schlichtes weißes T-Shirt und eine schwarze Sporthose die signalisierte man könne zum Yoga gehen oder zum Rennen. Man wusste es nicht. So langsam traf Chicago die volle Wucht des Sommers und durch das veränderte Klima war es bereits am Morgen höllisch warm. Ein kurzer Schauer lief der Soldatin über den Rücken, dessen Ursprung sie nicht lokalisieren konnte. Schließlich warf sie einen weiteren Blick zur Tür von Caleya und freute sich bereits auf das offene und warmherzige Lachen der anderen Frau, das ihr bereits in frühen Jahren so guttat.Die vollen Lippen kräuselten sich zu einem Schmunzeln, weil sie, als wäre es erst gestern passiert, die Stimme in ihrem Kopf hatte.<br />
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<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Was tust du da?“</span>, das entsetzten in der Stimme hatte sich in ihrem Kopf eingebrannt, dass sie fast alles fallen ließ. Erste Hilfe und die Sani-ausbildung die jeder Soldat machen musste um im Ernstfall einem Kameraden oder sich selber helfen zu können, war Lias große Schwäche gewesen. Die Betonung lag auf war. Calaya nahm sich die Zeit und die Geduld der damaligen Rekrutin das wichtigste beizubringen und nicht wie ein tollwütiger Metzger zu agieren. Es war der Grundstein für eine solide Freundschaft gewesen, die bis heute anhielt. Selbst als sie sich ein paar Mal aus den Augen verloren hatten. Das Lächeln blieb und verliehen der Soldatin etwas Weiches, dass man privat eher weniger bei ihr sah, sie aber nie an die große Glocke hing. Gefühlsduselei war noch nie etwas, dass ihr half, auch wenn sie es immer ihren Patienten riet.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[99% of my socks are single and i don't see them crying about it]]></title>
			<link>https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=289</link>
			<pubDate>Fri, 17 Sep 2021 18:18:01 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://dustnashes.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=10">Daniel Hwang</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=289</guid>
			<description><![CDATA[Daniel sah noch einmal in den Ganzkörperspiegel am Eingang seines Apartments, ehe er in die italienischen Lederschuhe schlüpfte und seine Tasche von der Garderobe nahm. Für seine Verhältnisse, war er ziemlich unscheinbar zurecht gemacht. An seinen Ohnen funkelte silberner Schmuck und seine Augen waren nur dezent geschminkt, anders als im Midnight wo im Normalfall mehr auch mehr war. Markus hatte ihm zwar gesagt, dass er es ihm vollkommen selbst überlassen würde was er anziehen konnte, doch so extrovertiert und selbstbewusst sich Daniel auch gab, wollte er nicht negativ auffallen, wenn er mit Markus Zeit verbrachte. Es fühlte sich nicht so an als müsste er sich einschränken, immerhin hatte er mehr als genug Zeit sich so auszudrücken, wie er wollte. Noch einmal strich er über den modernen Hanbok, dessen edler Stoff sich über die flache Brust legte, als wäre er nur für diesen Körper gemacht worden. Draußen war es schwül, der Sommer war bereits zu spüren, dennoch hatte er sich für die lange version entschieden. Der Stoff war leicht, eine Seidenmischung und luftig genug, nicht darin zu schwitzen. <br />
<br />
Egal wie lange er sich noch betrachten würde, die Aufregung verging nicht. Daniel konnte sich nicht daran erinnern, wann er das letzte Mal so empfunden hatte. Er wusste nicht wohin das mit Markus führte und wenn er ehrlich war, machte er sich keine großen Hoffnungen, dass es über dieses eine Date hinausgehen würde, aber das bedeutete nicht, dass er sich nicht ein wenig ins Zeug legen konnte. Ein Blick über die Schulter in die Wohnung. <b>”Ich gehe jetzt!”</b> rief er in die Stille ohne eine Antwort zu bekommen. Vermutlich hatte Hailey seine Kopfhörer zum Lernen auf. <br />
<br />
Daniel hatte Markus die Adresse von dem chinesischen Restaurant in der Nähe gegeben, um ihn abzuholen.Für jemanden wie den Psychologen, war es vermutlich ein leichtes, herauszufinden wo Daniel wirklich wohnte, doch der junge Mann wollte wenigstens ein wenig privatsphäte halten, vor allem wenn es um Männer ging, die er im Midnight kennenlernte. Soweit Daniel es einschätzte, konnte Markus vom liebenden Familienvater, bis zum psychotischen Serienkiller, mit Stalker Attitüden, alles sein. Ein Blick auf sein Intercom verriet ihm, dass er ein paar Minuten zu früh dran war, also richtete er noch einmal seinen Hanbok unter dessen schwarzen Stoff seine helle Haut hervorblitzte und überprüfte noch einmal seine Designer Handtasche, die er auf einer Schulter trug. Es fühlte sich mehr an, als wollte er zu einem Vorsprechen, als zu einem Date, vermutlich lag es aber nur daran, dass er darin deutlich mehr erfahrungen hatte als bei letzterem. Seine Arbeit im Midnight machte es nicht gerade einfach, Leute außerhalb des Clubs zu treffen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Daniel sah noch einmal in den Ganzkörperspiegel am Eingang seines Apartments, ehe er in die italienischen Lederschuhe schlüpfte und seine Tasche von der Garderobe nahm. Für seine Verhältnisse, war er ziemlich unscheinbar zurecht gemacht. An seinen Ohnen funkelte silberner Schmuck und seine Augen waren nur dezent geschminkt, anders als im Midnight wo im Normalfall mehr auch mehr war. Markus hatte ihm zwar gesagt, dass er es ihm vollkommen selbst überlassen würde was er anziehen konnte, doch so extrovertiert und selbstbewusst sich Daniel auch gab, wollte er nicht negativ auffallen, wenn er mit Markus Zeit verbrachte. Es fühlte sich nicht so an als müsste er sich einschränken, immerhin hatte er mehr als genug Zeit sich so auszudrücken, wie er wollte. Noch einmal strich er über den modernen Hanbok, dessen edler Stoff sich über die flache Brust legte, als wäre er nur für diesen Körper gemacht worden. Draußen war es schwül, der Sommer war bereits zu spüren, dennoch hatte er sich für die lange version entschieden. Der Stoff war leicht, eine Seidenmischung und luftig genug, nicht darin zu schwitzen. <br />
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Egal wie lange er sich noch betrachten würde, die Aufregung verging nicht. Daniel konnte sich nicht daran erinnern, wann er das letzte Mal so empfunden hatte. Er wusste nicht wohin das mit Markus führte und wenn er ehrlich war, machte er sich keine großen Hoffnungen, dass es über dieses eine Date hinausgehen würde, aber das bedeutete nicht, dass er sich nicht ein wenig ins Zeug legen konnte. Ein Blick über die Schulter in die Wohnung. <b>”Ich gehe jetzt!”</b> rief er in die Stille ohne eine Antwort zu bekommen. Vermutlich hatte Hailey seine Kopfhörer zum Lernen auf. <br />
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Daniel hatte Markus die Adresse von dem chinesischen Restaurant in der Nähe gegeben, um ihn abzuholen.Für jemanden wie den Psychologen, war es vermutlich ein leichtes, herauszufinden wo Daniel wirklich wohnte, doch der junge Mann wollte wenigstens ein wenig privatsphäte halten, vor allem wenn es um Männer ging, die er im Midnight kennenlernte. Soweit Daniel es einschätzte, konnte Markus vom liebenden Familienvater, bis zum psychotischen Serienkiller, mit Stalker Attitüden, alles sein. Ein Blick auf sein Intercom verriet ihm, dass er ein paar Minuten zu früh dran war, also richtete er noch einmal seinen Hanbok unter dessen schwarzen Stoff seine helle Haut hervorblitzte und überprüfte noch einmal seine Designer Handtasche, die er auf einer Schulter trug. Es fühlte sich mehr an, als wollte er zu einem Vorsprechen, als zu einem Date, vermutlich lag es aber nur daran, dass er darin deutlich mehr erfahrungen hatte als bei letzterem. Seine Arbeit im Midnight machte es nicht gerade einfach, Leute außerhalb des Clubs zu treffen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[trouble never looked so god damn fine]]></title>
			<link>https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=287</link>
			<pubDate>Thu, 16 Sep 2021 22:10:20 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://dustnashes.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=0">William Gore</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=287</guid>
			<description><![CDATA[Es hatte noch weitere zwei Stunden gedauert, bis Billy seine Aussagen auch noch einmal der Association gegeben hatte und die Agents ihn letztendlich hatten gehen lassen. Nates Partner war im Atelier geblieben, während die Association letztendlich alles übernommen und den Fall an sich genommen hatten. Vermutlich lag es an seiner neuen Stelle, die er in den Sommerferien antreten würde. Immerhin war er jetzt offiziell ein Mitarbeiter der Behörde. Ein Schritt von dem er im Leben nie gedacht hätte, dass er ihn jemals machen würde. <br />
<br />
Nate war ihm in der ganze Zeit nicht von der Seite gewichen, auch wenn sie keine Möglichkeit gehabt hatten, sich länger als ein paar Minuten über etwas anderes zu unterhalten, als den Einbruch. Es war wohl Glück im Unglück, dass ausgerechnet heute Nacht bei im eingebrochen worden war. Doch auch die Freude und die damit einhergehende Unsicherheit über das wiedersehen, waren langsam aber sicher abgeebbt, als die unzähligen, schlaflosen Nächte und die Nachwirkungen der Aufregung ihren Tribut an seinem Körper gefordert hatten und Billy nunmehr gähnend und mit geschlossenen Augen, an der Fensterscheibe des Beifahrersitzes lehnte. Nate am Steuer. Noch so eine Sache von der er nie gedacht hätte, sie jemals zu erleben. <br />
<br />
In den letzten Stunden hatte er immer und immer wieder seine Zeugenaussage wiederholt, hatte immer und immer wieder die Fragen der Beamten beantwortet, hatte immer und immer wieder versucht seinen Agenten zu erreichen bis dier um etwa halb elf, endlich abgenommen hatte. Kaum hatte Billy ihm erklärt, was passiert war, wurden Versicherungen Informiert und sogar die Galerie, in der einige seiner Stücke standen. Nach einigen weiteren Telefonaten, kam heraus, dass der Wert der beiden Skulpturen bei etwa fünfzehntausend Dollar lag und die Diebe offensichtlich wussten, was sie klauten. Von der Festplatte mit allen Daten seiner Nebentätigkeit als Comiczeichner, erzählte Billy vorerst nichts. Niemand wusste, dass er hinter einem Pseudonym versteckt, einen international erfolgreichen Webtoon zeichnete, dessen orginaldaten mit Sicherheit auch einiges an Wert hatten. Nicht einmal sein Agent. Es war immer ein Hobby gewesen, Billy hatte es nie fürs Geld gemacht doch die nächsten nächsten 5 fünf Kapitel und eine Roadmap über die Geschehnisse bis zum Ende befanden sich auf dem Datenträger, der mehrfach vor Hackerangriffen gesichert worden war. Vielleicht sollte er Nate davon erzählen. <br />
<br />
Es blieb nur ein Gedanke und die Lippen verschlossen, während sie in dem viel zu engen Auto, auf kleinstem Raum zusammen saßen und sich anschwiegen. Der andere Detective, hatte Nate die Schlüssel gegeben, hatte ihm gesagt, er solle Billy zum Hotel bringen und dafür sorgen, dass er sicher ankam. Ob er was bemerkt hatte? Letztendlich war der Dunkelhaarige aber froh, nicht auf ein Taxi angewiesen gewesen zu sein denn für die Strecke zu dem Hotel im 3. Distrikt, hätte er im Normalfall kaum länger als eine halbe Stunde gebraucht, bei diesem Wetter und den Umständen auf den Straßen, waren sie beinahe eine ganze Stunde unterwegs gewesen, bis endlich Der nahme mit heller Neonschrift, durch den Nebel hindurch zum Vorschein kam, gerade rechtzeitig, als Billy die Augen öffnete und aus dem Fenster sah.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es hatte noch weitere zwei Stunden gedauert, bis Billy seine Aussagen auch noch einmal der Association gegeben hatte und die Agents ihn letztendlich hatten gehen lassen. Nates Partner war im Atelier geblieben, während die Association letztendlich alles übernommen und den Fall an sich genommen hatten. Vermutlich lag es an seiner neuen Stelle, die er in den Sommerferien antreten würde. Immerhin war er jetzt offiziell ein Mitarbeiter der Behörde. Ein Schritt von dem er im Leben nie gedacht hätte, dass er ihn jemals machen würde. <br />
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Nate war ihm in der ganze Zeit nicht von der Seite gewichen, auch wenn sie keine Möglichkeit gehabt hatten, sich länger als ein paar Minuten über etwas anderes zu unterhalten, als den Einbruch. Es war wohl Glück im Unglück, dass ausgerechnet heute Nacht bei im eingebrochen worden war. Doch auch die Freude und die damit einhergehende Unsicherheit über das wiedersehen, waren langsam aber sicher abgeebbt, als die unzähligen, schlaflosen Nächte und die Nachwirkungen der Aufregung ihren Tribut an seinem Körper gefordert hatten und Billy nunmehr gähnend und mit geschlossenen Augen, an der Fensterscheibe des Beifahrersitzes lehnte. Nate am Steuer. Noch so eine Sache von der er nie gedacht hätte, sie jemals zu erleben. <br />
<br />
In den letzten Stunden hatte er immer und immer wieder seine Zeugenaussage wiederholt, hatte immer und immer wieder die Fragen der Beamten beantwortet, hatte immer und immer wieder versucht seinen Agenten zu erreichen bis dier um etwa halb elf, endlich abgenommen hatte. Kaum hatte Billy ihm erklärt, was passiert war, wurden Versicherungen Informiert und sogar die Galerie, in der einige seiner Stücke standen. Nach einigen weiteren Telefonaten, kam heraus, dass der Wert der beiden Skulpturen bei etwa fünfzehntausend Dollar lag und die Diebe offensichtlich wussten, was sie klauten. Von der Festplatte mit allen Daten seiner Nebentätigkeit als Comiczeichner, erzählte Billy vorerst nichts. Niemand wusste, dass er hinter einem Pseudonym versteckt, einen international erfolgreichen Webtoon zeichnete, dessen orginaldaten mit Sicherheit auch einiges an Wert hatten. Nicht einmal sein Agent. Es war immer ein Hobby gewesen, Billy hatte es nie fürs Geld gemacht doch die nächsten nächsten 5 fünf Kapitel und eine Roadmap über die Geschehnisse bis zum Ende befanden sich auf dem Datenträger, der mehrfach vor Hackerangriffen gesichert worden war. Vielleicht sollte er Nate davon erzählen. <br />
<br />
Es blieb nur ein Gedanke und die Lippen verschlossen, während sie in dem viel zu engen Auto, auf kleinstem Raum zusammen saßen und sich anschwiegen. Der andere Detective, hatte Nate die Schlüssel gegeben, hatte ihm gesagt, er solle Billy zum Hotel bringen und dafür sorgen, dass er sicher ankam. Ob er was bemerkt hatte? Letztendlich war der Dunkelhaarige aber froh, nicht auf ein Taxi angewiesen gewesen zu sein denn für die Strecke zu dem Hotel im 3. Distrikt, hätte er im Normalfall kaum länger als eine halbe Stunde gebraucht, bei diesem Wetter und den Umständen auf den Straßen, waren sie beinahe eine ganze Stunde unterwegs gewesen, bis endlich Der nahme mit heller Neonschrift, durch den Nebel hindurch zum Vorschein kam, gerade rechtzeitig, als Billy die Augen öffnete und aus dem Fenster sah.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[I want to be rebellious, but i don't want to get in trouble]]></title>
			<link>https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=286</link>
			<pubDate>Thu, 16 Sep 2021 20:07:15 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://dustnashes.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=28">Adrien Campbell</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=286</guid>
			<description><![CDATA[Keine gute Idee, sich nach so vielen Bier noch hinters Steuer zu setzen. Hätte er keinen Autopiloten in seinem alten Chevy nachgerüstet, hätte er seine Schlüssel vermutlich schon nach dem ersten Glas bei dem Barkeeper abgegeben. So jedoch hatte er kaum mehr Verantwortung zu tragen, als so wenig Kratzer wie nur möglich in den alten Lack zu bringen während er versuchte auszusteigen. Das Auto passte in die Gegend. Seine Heimat. Der schmutzigste Dreck, den Chicago zu bieten hatte. Auch wenn er, zugegeben, noch nicht ganz unten angekommen war, hatte diese gegend dennoch den Charme von einer öffentlichen Toilette am Hauptbahnhof. Er war sich sogar ziemlich sicher, dass nur eine Straße weiter gerade noch jemand eine Spritze an seinen Arm angesetzt hatte. Der Polizist in ihm wollte den Junkie von der Straße holen, die Privatperson in ihm wollte jedoch was vollkommen anderes in ihm und der Drang nach dem nackten Körper einer Frau war nach einem Nachmittag voller Biere, ungesundem Fastfood und einer ordentlichen Kneipenschllägerei definitiv größer. <br />
<br />
Als der Wagen in einer Seitenstraße zum Halten kam und Adrien ausstieg, stellte er erst einmal sicher, dass er auch wirklich abgeschlossen hatte. Nicht, dass es hier irgendjemanden stören würde, wenn das Auto abgeschlossen ist, dennoch erlaubte er es so wenigstens nicht jedem Vollidioten das Auto im Zweifelsfall zu klauen. Einen Blick in die verdunkelte Scheibe, zeigte ihm sein eigenes Spiegelbild. Vielleicht hatte er sich die letzten Tage ein wenig gehen lassen. Der Bart war nicht getrimmt, die Haare hingen ihm ins Gesicht und ein blaues Auge zeichnete sich bereits ab. Die Schlägerrei war nicht seine Schuld gewesen. Er war einfach nur in die Bar gegangen, um sich ordentlich einen reinzupfeffern und er hatte sich wirklich vorgenommen es dabei zu belassen, bis dieser Wichser sich an die Bar gesetzt hatte und der meinung gewesen war jeden - einschließlich Adrien - gehörig auf den Sack zu gehen, indem er Frauen und Mutanten beleidigte. Jeder der Adrien kannte, wusste dass er eine recht ausgeglichene Persönlichkeit besaß und einen verdammten Helferkomplex,der die immer wieder in solche Situationen brachte. Der Kampf war trotz seines Veilchens ein recht einseitiger gewesen und das obwohl er noch nicht einmal seine eigene Mutation eingesetzt hatte. Um ehrlich zu sein hatte der Kerl ihn noch nicht einmal erwischt, sondern der Türknauf der Toilette als er das Arschloch hinaus geschleppt hatte, damit er sich wieder Frisch machen und zu Sinnen kommen konnte und er auf dem Weg nach draußen ausgerutscht war. Keine sehr glorreiche Verletzung, aber wie bereits erwähnt.. er hatte selbst ein paar Biere intus. <br />
<br />
Zu dieser Zeit des Tages, mitten in der Woche, war nie viel los im Red Lotus. Adrien hatte eine Nachtschicht geschoben und kein Auge zugemacht. Sollte nichts dazwischen kommen, hatte er bis Montag frei. So wie er Chicago allerdings kannte, hatte er höchstens ein paar Stunden bis irgendjemand anrief und nach seiner Person verlangte. Stunden die gut genutzt werden wollten. Er trat durch die Türe in das alte Gebäude an dessen Türe lediglich eine rote Leuchte suggerierte, um was es sich hier handelte. Unten befand sich niemand, etwas wie eine Anmeldung gab es nicht, auch wenn sein Blick direkt zu der Sicherheitskamera am Eingang und im Flur ging. Adrien hatte es vermutlich nicht nötig an einen Ort wie diesen zu gehen, um Befriedigung zu bekommen. Er hatte noch nicht einmal besiondere Bedürfnisse, wenn er ehrlich war, dennoch trennte er gerne strikt und er hatte keinerlei Interesse, an etwas, dass mehr war als Sex. Ruza war professionell, charmant - auf ihre eigene Art - und arbeitete hart für ihr Geld. Kein Grund sie nicht zu unterstützen. <br />
<br />
In verwaschenen Jeans und einem einfachen, schwarzen Shirt, nahm er zwei Stufen auf einmal nach oben, zum Zimmer der Hure. Er klopfte nur wenige Augenblicke später an die bekannte Türe. Der Flur war vollkommen leise, was aber vermutlich an den elektronischen Schalldämpfern lag, die vermutlich überall angebracht waren um nichts von dem nach Außen dringen zu lassen, was in den Zimmern passierte..]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Keine gute Idee, sich nach so vielen Bier noch hinters Steuer zu setzen. Hätte er keinen Autopiloten in seinem alten Chevy nachgerüstet, hätte er seine Schlüssel vermutlich schon nach dem ersten Glas bei dem Barkeeper abgegeben. So jedoch hatte er kaum mehr Verantwortung zu tragen, als so wenig Kratzer wie nur möglich in den alten Lack zu bringen während er versuchte auszusteigen. Das Auto passte in die Gegend. Seine Heimat. Der schmutzigste Dreck, den Chicago zu bieten hatte. Auch wenn er, zugegeben, noch nicht ganz unten angekommen war, hatte diese gegend dennoch den Charme von einer öffentlichen Toilette am Hauptbahnhof. Er war sich sogar ziemlich sicher, dass nur eine Straße weiter gerade noch jemand eine Spritze an seinen Arm angesetzt hatte. Der Polizist in ihm wollte den Junkie von der Straße holen, die Privatperson in ihm wollte jedoch was vollkommen anderes in ihm und der Drang nach dem nackten Körper einer Frau war nach einem Nachmittag voller Biere, ungesundem Fastfood und einer ordentlichen Kneipenschllägerei definitiv größer. <br />
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Als der Wagen in einer Seitenstraße zum Halten kam und Adrien ausstieg, stellte er erst einmal sicher, dass er auch wirklich abgeschlossen hatte. Nicht, dass es hier irgendjemanden stören würde, wenn das Auto abgeschlossen ist, dennoch erlaubte er es so wenigstens nicht jedem Vollidioten das Auto im Zweifelsfall zu klauen. Einen Blick in die verdunkelte Scheibe, zeigte ihm sein eigenes Spiegelbild. Vielleicht hatte er sich die letzten Tage ein wenig gehen lassen. Der Bart war nicht getrimmt, die Haare hingen ihm ins Gesicht und ein blaues Auge zeichnete sich bereits ab. Die Schlägerrei war nicht seine Schuld gewesen. Er war einfach nur in die Bar gegangen, um sich ordentlich einen reinzupfeffern und er hatte sich wirklich vorgenommen es dabei zu belassen, bis dieser Wichser sich an die Bar gesetzt hatte und der meinung gewesen war jeden - einschließlich Adrien - gehörig auf den Sack zu gehen, indem er Frauen und Mutanten beleidigte. Jeder der Adrien kannte, wusste dass er eine recht ausgeglichene Persönlichkeit besaß und einen verdammten Helferkomplex,der die immer wieder in solche Situationen brachte. Der Kampf war trotz seines Veilchens ein recht einseitiger gewesen und das obwohl er noch nicht einmal seine eigene Mutation eingesetzt hatte. Um ehrlich zu sein hatte der Kerl ihn noch nicht einmal erwischt, sondern der Türknauf der Toilette als er das Arschloch hinaus geschleppt hatte, damit er sich wieder Frisch machen und zu Sinnen kommen konnte und er auf dem Weg nach draußen ausgerutscht war. Keine sehr glorreiche Verletzung, aber wie bereits erwähnt.. er hatte selbst ein paar Biere intus. <br />
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Zu dieser Zeit des Tages, mitten in der Woche, war nie viel los im Red Lotus. Adrien hatte eine Nachtschicht geschoben und kein Auge zugemacht. Sollte nichts dazwischen kommen, hatte er bis Montag frei. So wie er Chicago allerdings kannte, hatte er höchstens ein paar Stunden bis irgendjemand anrief und nach seiner Person verlangte. Stunden die gut genutzt werden wollten. Er trat durch die Türe in das alte Gebäude an dessen Türe lediglich eine rote Leuchte suggerierte, um was es sich hier handelte. Unten befand sich niemand, etwas wie eine Anmeldung gab es nicht, auch wenn sein Blick direkt zu der Sicherheitskamera am Eingang und im Flur ging. Adrien hatte es vermutlich nicht nötig an einen Ort wie diesen zu gehen, um Befriedigung zu bekommen. Er hatte noch nicht einmal besiondere Bedürfnisse, wenn er ehrlich war, dennoch trennte er gerne strikt und er hatte keinerlei Interesse, an etwas, dass mehr war als Sex. Ruza war professionell, charmant - auf ihre eigene Art - und arbeitete hart für ihr Geld. Kein Grund sie nicht zu unterstützen. <br />
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In verwaschenen Jeans und einem einfachen, schwarzen Shirt, nahm er zwei Stufen auf einmal nach oben, zum Zimmer der Hure. Er klopfte nur wenige Augenblicke später an die bekannte Türe. Der Flur war vollkommen leise, was aber vermutlich an den elektronischen Schalldämpfern lag, die vermutlich überall angebracht waren um nichts von dem nach Außen dringen zu lassen, was in den Zimmern passierte..]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[heavy on my heart]]></title>
			<link>https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=284</link>
			<pubDate>Thu, 09 Sep 2021 21:14:33 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://dustnashes.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=0">Ava Vanhanen</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=284</guid>
			<description><![CDATA[<font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 4px; line-height: 6px; blockquote;"><center>Can't find my way</font><br />
<div><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Stalemate' rel='stylesheet' type='text/css'><div style="width: 400px;"><font style="font-family: 'Stalemate', cursive; font-size: 45px; line-height: 25px;">Heavy on my Heart</font><div style="background-color: #C3b9b1; height: 13px;"><font style="font-family: Calibri; font-size: 11px; text-transform: uppercase; color: #000000; letter-spacing: 3px;"></font></div></div><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 4px; line-height: 6px; blockquote;"><center>Ezra & Ava // Nachmittags // ein Kaffehaus</center></font></div></center><br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Bitte geh ran! Bitte… heb ab!</span><br />
Ava starrte fast beschwörend auf das Display ihres Intercoms während sie wartete. Aber die Sekunden zogen sich in die Länge und nichts tat sich. Gar nichts! Nicht einmal der Anrufbeantworter, nur die beständige Wiederholung des Wählzeichens. Ava wartete für einige weitere Sekunden und gab es dann schließlich auf und beendete den Anruf. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Vielleicht hat er ja gerade keine Zeit. Vielleicht ruft er ja zurück!</span> meldete sich eine leise Stimme der Hoffnung zu Wort, aber Ava hatte die Lippen zu einem festen Strich zusammengepresst  denn im Grunde wusste sie es besser. Paul würde nicht abheben, ganz egal wie oft sie auch anrufen würde, denn er wollte heute nicht mit ihr sprechen. Ach was hieß heute? Paul wollte so gut wie nie mit ihr sprechen und selbst an seinem Geburtstag machte er da keine Ausnahme.<br />
Ihr Blick fiel auf die Uhr, an den acht Stunden Zeitverschiebung nach Finnland konnte es jedenfalls nicht liegen, denn die hatte sie eingerechnet, aber daran lag es eben nicht. <br />
Apropos Uhr… Sie hatte ohnehin keine Zeit sich zu bemitleiden, ihr Intercom meldete mit einem sanften Klingeln, dass sie sich in 15 Minuten mit Ezra treffen wollte. <br />
Ava blinzelte energisch einige Male und Zug schniefend die Nase hoch. Wenn sie jetzt zu heulen begann würde dass ihr Make Up ruinieren und sie hatte keine Zeit dafür von vorne anzufangen. Vorsichtig wischte sie sich die verirrten Tränen aus den langen Wimpern und kontrollierte nachher ihre Fingerspitzen auf Spuren von Wimperntusche. Das musste sie nachher noch einmal im Spiegel kontrollieren bevor sie das Haus verließ!<br />
Mit einem schweren Seufzen entschied sie sich dagegen, noch einen Anruf zu versuchen, es würde ja doch nichts ändern. Stattdessen führte sie die obligatorische Überweisung durch und beschloss zumindest vorerst nicht mehr daran zu denken.<br />
<br />
Sich ausgerechnet heute mit Ezra zu verabreden war zum einen wohl eher unglücklich gewählt, denn sie hätte es fast voraussagen können das ihre Stimmung heute alles andere als gut sein würde, sondern sich - für sie eher untypisch - zwischen deprimiert, traurig und melancholisch nachdenklich einpendelte. <br />
Dabei war sie an dieser ruinierten Mutter-Sohn-Beziehung auch vollkommen alleine schuld, Ava hatte ihr selbst den Todesstoß versetzt als sie ihre Kinder aufgegeben hatte und nach Chicago gezogen war. Und jetzt… war es schon seit langem zu spät diesen Fehler wieder gut zu machen.<br />
Wenn Sie ehrlich zu sich war, dann hatte sie diese Verabredung heute bewusst gesetzt um sich Ablenkung zu verschaffen und die Gedanken zumindest für eine Weile auf etwas anderes lenken zu können.<br />
Dass sie sich dafür ausgerechnet ein Treffen mit Ezra ausgesucht hatte, war irgendwie bezeichnend. Bernie hätte ihr sofort einen vielsagenden Blick zugeworfen.<br />
Aber seine ruhige und gelassene, in manchen Fällen fast schon stoisch zu bezeichnende Art, hatte etwas beruhigendes an sich und vermittelte ein Gefühl der Sicherheit, Ava konnte es beim besten Willen nicht anders beschreiben.<br />
Dabei war er verschlossener als ein Türknauf, was seine eigene Geschichte anging und auf eine so höfliche Art und Weise schweigsam, dass man es ihm fast nicht übel nehmen konnte. <br />
Ein Buch mit sieben Siegeln, welche es weiterhin zu bearbeiten galt, wenn die wissen wollte welche Story sich hinter dem traurigen Brief dieser armen Yara versteckte.<br />
Abgesehen davon war er herzlich darum bemüht ihr dabei zu helfen Arabisch zu lernen, was sie sehr zu schätzen wusste und aufgrund ihrer Mutation machte sie so rasend schnelle Fortschritte, dass sie sich schon bald erklären würde müssen. Aber das… hatte vielleicht noch etwas Zeit.<br />
Ava gab sich selbst einen Ruck und machte sich fertig. Bevor sie ihr Apartment verließ kontrollierte sie ihr Aussehen im Spiegel, setzte die Linse mit der Kamera ein und tuschte sich die Wimpern nach, bis sie mit ihrem Aussehen wieder zufrieden war. <br />
Kritisch musterte sie sich im Spiegel, drückte die Schultern durch und schenkte ihrem Spiegelbild ein Lächeln und zog schließlich die Türe hinter sich zu. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">”Ezra!”</span> sie begrüßte ihn mit einem Lächeln, welches bereits wesentlich ehrlicher war als jenes welches sie sich selbst im Spiegel zugeworfen hatte und beugte sich vor um ihm ein Küsschen auf die Wange zu geben. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">”Es tut mir Leid das ich zu spät bin! Mir… ist etwas dazwischen gekommen!”</span> entschuldigte sie sich sogleich für die fünf Minuten die sie ihn alleine in dem kleinen Café in dem sie sich verabredet hatten, warten ließ.<br />
Sie nahm ihm gegenüber Platz und hängte ihre Tasche auf die Stuhllehne. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">”Wie geht es dir? Ich hoffe ich habe dich nicht zu lange warten lassen. Unpünktlichkeit ist normalerweise nicht meine Art…”</span> war es nämlich wirklich nicht. Ava war geradezu perfektionistisch darauf versessen alles richtig zu machen - weswegen sie auch völlig unbewusst ihre Serviette gerade gerückt hatte, nachdem sie Platz genommen hatte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 4px; line-height: 6px; blockquote;"><center>Can't find my way</font><br />
<div><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Stalemate' rel='stylesheet' type='text/css'><div style="width: 400px;"><font style="font-family: 'Stalemate', cursive; font-size: 45px; line-height: 25px;">Heavy on my Heart</font><div style="background-color: #C3b9b1; height: 13px;"><font style="font-family: Calibri; font-size: 11px; text-transform: uppercase; color: #000000; letter-spacing: 3px;"></font></div></div><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 4px; line-height: 6px; blockquote;"><center>Ezra & Ava // Nachmittags // ein Kaffehaus</center></font></div></center><br />
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<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Bitte geh ran! Bitte… heb ab!</span><br />
Ava starrte fast beschwörend auf das Display ihres Intercoms während sie wartete. Aber die Sekunden zogen sich in die Länge und nichts tat sich. Gar nichts! Nicht einmal der Anrufbeantworter, nur die beständige Wiederholung des Wählzeichens. Ava wartete für einige weitere Sekunden und gab es dann schließlich auf und beendete den Anruf. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Vielleicht hat er ja gerade keine Zeit. Vielleicht ruft er ja zurück!</span> meldete sich eine leise Stimme der Hoffnung zu Wort, aber Ava hatte die Lippen zu einem festen Strich zusammengepresst  denn im Grunde wusste sie es besser. Paul würde nicht abheben, ganz egal wie oft sie auch anrufen würde, denn er wollte heute nicht mit ihr sprechen. Ach was hieß heute? Paul wollte so gut wie nie mit ihr sprechen und selbst an seinem Geburtstag machte er da keine Ausnahme.<br />
Ihr Blick fiel auf die Uhr, an den acht Stunden Zeitverschiebung nach Finnland konnte es jedenfalls nicht liegen, denn die hatte sie eingerechnet, aber daran lag es eben nicht. <br />
Apropos Uhr… Sie hatte ohnehin keine Zeit sich zu bemitleiden, ihr Intercom meldete mit einem sanften Klingeln, dass sie sich in 15 Minuten mit Ezra treffen wollte. <br />
Ava blinzelte energisch einige Male und Zug schniefend die Nase hoch. Wenn sie jetzt zu heulen begann würde dass ihr Make Up ruinieren und sie hatte keine Zeit dafür von vorne anzufangen. Vorsichtig wischte sie sich die verirrten Tränen aus den langen Wimpern und kontrollierte nachher ihre Fingerspitzen auf Spuren von Wimperntusche. Das musste sie nachher noch einmal im Spiegel kontrollieren bevor sie das Haus verließ!<br />
Mit einem schweren Seufzen entschied sie sich dagegen, noch einen Anruf zu versuchen, es würde ja doch nichts ändern. Stattdessen führte sie die obligatorische Überweisung durch und beschloss zumindest vorerst nicht mehr daran zu denken.<br />
<br />
Sich ausgerechnet heute mit Ezra zu verabreden war zum einen wohl eher unglücklich gewählt, denn sie hätte es fast voraussagen können das ihre Stimmung heute alles andere als gut sein würde, sondern sich - für sie eher untypisch - zwischen deprimiert, traurig und melancholisch nachdenklich einpendelte. <br />
Dabei war sie an dieser ruinierten Mutter-Sohn-Beziehung auch vollkommen alleine schuld, Ava hatte ihr selbst den Todesstoß versetzt als sie ihre Kinder aufgegeben hatte und nach Chicago gezogen war. Und jetzt… war es schon seit langem zu spät diesen Fehler wieder gut zu machen.<br />
Wenn Sie ehrlich zu sich war, dann hatte sie diese Verabredung heute bewusst gesetzt um sich Ablenkung zu verschaffen und die Gedanken zumindest für eine Weile auf etwas anderes lenken zu können.<br />
Dass sie sich dafür ausgerechnet ein Treffen mit Ezra ausgesucht hatte, war irgendwie bezeichnend. Bernie hätte ihr sofort einen vielsagenden Blick zugeworfen.<br />
Aber seine ruhige und gelassene, in manchen Fällen fast schon stoisch zu bezeichnende Art, hatte etwas beruhigendes an sich und vermittelte ein Gefühl der Sicherheit, Ava konnte es beim besten Willen nicht anders beschreiben.<br />
Dabei war er verschlossener als ein Türknauf, was seine eigene Geschichte anging und auf eine so höfliche Art und Weise schweigsam, dass man es ihm fast nicht übel nehmen konnte. <br />
Ein Buch mit sieben Siegeln, welche es weiterhin zu bearbeiten galt, wenn die wissen wollte welche Story sich hinter dem traurigen Brief dieser armen Yara versteckte.<br />
Abgesehen davon war er herzlich darum bemüht ihr dabei zu helfen Arabisch zu lernen, was sie sehr zu schätzen wusste und aufgrund ihrer Mutation machte sie so rasend schnelle Fortschritte, dass sie sich schon bald erklären würde müssen. Aber das… hatte vielleicht noch etwas Zeit.<br />
Ava gab sich selbst einen Ruck und machte sich fertig. Bevor sie ihr Apartment verließ kontrollierte sie ihr Aussehen im Spiegel, setzte die Linse mit der Kamera ein und tuschte sich die Wimpern nach, bis sie mit ihrem Aussehen wieder zufrieden war. <br />
Kritisch musterte sie sich im Spiegel, drückte die Schultern durch und schenkte ihrem Spiegelbild ein Lächeln und zog schließlich die Türe hinter sich zu. <br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">”Ezra!”</span> sie begrüßte ihn mit einem Lächeln, welches bereits wesentlich ehrlicher war als jenes welches sie sich selbst im Spiegel zugeworfen hatte und beugte sich vor um ihm ein Küsschen auf die Wange zu geben. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">”Es tut mir Leid das ich zu spät bin! Mir… ist etwas dazwischen gekommen!”</span> entschuldigte sie sich sogleich für die fünf Minuten die sie ihn alleine in dem kleinen Café in dem sie sich verabredet hatten, warten ließ.<br />
Sie nahm ihm gegenüber Platz und hängte ihre Tasche auf die Stuhllehne. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">”Wie geht es dir? Ich hoffe ich habe dich nicht zu lange warten lassen. Unpünktlichkeit ist normalerweise nicht meine Art…”</span> war es nämlich wirklich nicht. Ava war geradezu perfektionistisch darauf versessen alles richtig zu machen - weswegen sie auch völlig unbewusst ihre Serviette gerade gerückt hatte, nachdem sie Platz genommen hatte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[The duty of a true Patriot is to protect his country]]></title>
			<link>https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=275</link>
			<pubDate>Thu, 26 Aug 2021 22:10:13 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://dustnashes.stories-untold.de/member.php?action=profile&uid=46">Lia McGrath</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://dustnashes.stories-untold.de/showthread.php?tid=275</guid>
			<description><![CDATA[<br><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: italic; "> from its government</font></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 4px; line-height: 6px; blockquote;"><center>THOMAS PAINE</center></font></div><br><br />
<div align="right"><font style="font-family: Mrs Saint Delafield; font-size: 30px; text-transform: letter-spacing: 1px; line-height: 9px; blockquote; font-style: italic;">Ava Vanhanen & Lia McGrath </font></div><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 6px; blockquote;"> Kriegsveteranenministerium| 01.06.2065| Morgens|</font></div>
<br />
<br />
<br />
<br />
Ein herrlicher Morgen, dem lebendigen Juni gerecht werdend, verabschiedete sich der liebliche Morgentau verneigend, vor der Sonne, welche frohlockend die müde Natur küsste, um sie zu wecken. Imposant brachen die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke und kündigten einen angenehmen Tag an. Doch so friedlich und gar malerisch die Kulisse wirkte, spätestens in ein paar Stunden hatte die Realität die Stadt eingeholt und eine kaum auszuhaltende Hitze würde erbarmungslos durch die Straßen vorpreschen.<br />
Lia hatte für derlei Dinge kein Auge. Das Wetter oder die Jahreszeit waren irrelevant für den momentanen Job. Lia McGrath war pragmatischer Natur. Sie musste nicht Wind, Sonneneinstrahlung oder Luftpartikel analysieren, um den Tag erfolgreich zu beenden, auch wenn es bis dahin noch etliche Stunden waren. Nein, Wetter spielte momentan keine Rolle in ihrem Leben. Als ausgebildeter Pilot der Nigthstalker gab es immer eine Handvoll Dinge zu kalkulieren und nichts durfte dem Zufall geschuldet sein. Hier im Kriegsveteranenministerium der US-Regierung in Illinois, bedeutet dies nur die Frageklärung, ob sie die Fenster heute öffnete oder die Klimaanlage in Betrieb nahm. Weltbewegende Entscheidungen die sie eben zu treffen hatte, als PTBS Beraterin. Doch zu ihrem Glück, waren die Mitglieder ihrer Sitzung der Grund wieso sie, das letzte halbe Jahr ihrer Degradierung auch noch durchhielt. Soldaten, die wie sie gedient hatten, ihrem Land Ehre brachten und wenn sie nicht mit dem Leben bezahlten, als seelische Wracks wieder kamen. Nur die wenigsten hatten Glück davon verschont zu bleiben.<br />
Mit einer totalitäre Haltung, die man nur beim Militär fand, welches aber durch ein Lächeln gebrochen wurde, als Lia mit einem Blick auf ihr Intercom eine Nachricht las, blieb die Soldatin stehen, ehe der wachsame Blick wieder nach vorne glitt und das Gebäude erfasste.<br />
<br />
Die hellen Haare waren streng, aber pragmatisch am Kopf angeflochten um nicht zu stören. Zwar brach seitlich an den Schläfen, jeweils kürzere Strähnen das Gesamtbild, wirkten aber in keinster Weise unpassend. Viel mehr schien es gewollt. Dazu ein schlichtes T-Shirt in Khaki mit einem Aufdruck auf dem Ärmel SOAR, welches sie als Airbone Mitglied auszeichnete und eine schlichte Cargohose. In allem wirkte sie sehr unauffällig als sie auf das ausladende Grundstück der Einrichtung trat, welches vor knapp 10 Jahren saniert wurde und den Veteranen den Komfort und Fortschritt bot, welchen sie mehr als verdienten.<br />
In der Kapelle der US-Einrichtung, fanden die wöchentlichen Sitzungen statt und sie hatte noch gut eine halbe Stunde Zeit, den Raum vorzubereiten, bevor die ersten eintrafen.<br />
<br />
Die Modernisierung hatte auch die Optik angehoben, wirkte doch die imposante Glasfassade edel und gar teuer, erfüllte aber ihren Zweck, da sie die Solarenergie speicherte und so genug Strom produzierte für die Zusatzgeneratoren. Es gab sicherlich weitere Verbesserungsvorschläge an dieser Einrichtung, aber wer war Lia Ansprüche zu erheben, der man quasi einen Abstellraum als Büro gegeben hatte und einen Seminarraum, der für die gläubigen unter ihnen bestimmt war. Es war suboptimal.<br />
<br />
Mit schnellen aber gezielten Schritten, war die Grünanlage überquert und der Haupteingang wurde anvisiert. Im linken Teil des Gebäudes, gab es Unterkünfte, eine Krankenstation, eine recht riesige Kantine und diverse andere Räume über 9 Stockwerke verteilt. Draußen, hinter dem Gebäude war eine Sportanlage für die Reha. Lias Arbeitsplatz lag entgegengesetzt im Bereich der Verwaltung und sie musste jedes Mal das ganze Gebäude durchqueren für die Meetings oder Einzelgespräche. Trotz der frühen Stunde, herrschte bereits reger Betrieb im Eingangsbereich und die meisten grüßte sie auch, kann sie die Gesichter doch von der trostlosen Routine des Morgens. Mit Abstand reihte sich Lia ein und wartete geduldig, während sie beiläufig den Gesprächen lauschte. Als Neuling war es nicht leicht sich hier zurechtzufinden, gab es doch verschiedene Eingänge und Bereiche, je nachdem wo man hinwollte. Besucher musste den Seiteneingang nutzen, so blieben sie lediglich im Wohntrakt, Personal und Neuankömmlinge mussten den Haupteingang nehmen. Für medizinische Klärung oder bürokratischen Mist war der Eingang auf der Nordseite zuständig. Nicht zu vergessen es gab auch einen Wareneingang. Im Endeffekt war das Gebäude eine Kreuzung aus einer riesigen Verwaltung, einem Krankenhaus, einem Wohnheim und einer wiedereingliedernden Rehabilitationsabteilung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<br><div style="text-align: center;"><link href='https://fonts.googleapis.com/css?family=Mrs+Saint+Delafield' rel='stylesheet' type='text/css'><font style="font-family: 'Mrs Saint Delafield', cursive; font-size: 55px; text-transform: text-transform: letter-spacing: 2px; line-height: 25px; font-style: italic; "> from its government</font></div><div align="justify"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 4px; line-height: 6px; blockquote;"><center>THOMAS PAINE</center></font></div><br><br />
<div align="right"><font style="font-family: Mrs Saint Delafield; font-size: 30px; text-transform: letter-spacing: 1px; line-height: 9px; blockquote; font-style: italic;">Ava Vanhanen & Lia McGrath </font></div><div align="right"><font style="font-family: Calibri; font-size: 8px; text-transform: uppercase; letter-spacing: 1px; line-height: 6px; blockquote;"> Kriegsveteranenministerium| 01.06.2065| Morgens|</font></div>
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Ein herrlicher Morgen, dem lebendigen Juni gerecht werdend, verabschiedete sich der liebliche Morgentau verneigend, vor der Sonne, welche frohlockend die müde Natur küsste, um sie zu wecken. Imposant brachen die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke und kündigten einen angenehmen Tag an. Doch so friedlich und gar malerisch die Kulisse wirkte, spätestens in ein paar Stunden hatte die Realität die Stadt eingeholt und eine kaum auszuhaltende Hitze würde erbarmungslos durch die Straßen vorpreschen.<br />
Lia hatte für derlei Dinge kein Auge. Das Wetter oder die Jahreszeit waren irrelevant für den momentanen Job. Lia McGrath war pragmatischer Natur. Sie musste nicht Wind, Sonneneinstrahlung oder Luftpartikel analysieren, um den Tag erfolgreich zu beenden, auch wenn es bis dahin noch etliche Stunden waren. Nein, Wetter spielte momentan keine Rolle in ihrem Leben. Als ausgebildeter Pilot der Nigthstalker gab es immer eine Handvoll Dinge zu kalkulieren und nichts durfte dem Zufall geschuldet sein. Hier im Kriegsveteranenministerium der US-Regierung in Illinois, bedeutet dies nur die Frageklärung, ob sie die Fenster heute öffnete oder die Klimaanlage in Betrieb nahm. Weltbewegende Entscheidungen die sie eben zu treffen hatte, als PTBS Beraterin. Doch zu ihrem Glück, waren die Mitglieder ihrer Sitzung der Grund wieso sie, das letzte halbe Jahr ihrer Degradierung auch noch durchhielt. Soldaten, die wie sie gedient hatten, ihrem Land Ehre brachten und wenn sie nicht mit dem Leben bezahlten, als seelische Wracks wieder kamen. Nur die wenigsten hatten Glück davon verschont zu bleiben.<br />
Mit einer totalitäre Haltung, die man nur beim Militär fand, welches aber durch ein Lächeln gebrochen wurde, als Lia mit einem Blick auf ihr Intercom eine Nachricht las, blieb die Soldatin stehen, ehe der wachsame Blick wieder nach vorne glitt und das Gebäude erfasste.<br />
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Die hellen Haare waren streng, aber pragmatisch am Kopf angeflochten um nicht zu stören. Zwar brach seitlich an den Schläfen, jeweils kürzere Strähnen das Gesamtbild, wirkten aber in keinster Weise unpassend. Viel mehr schien es gewollt. Dazu ein schlichtes T-Shirt in Khaki mit einem Aufdruck auf dem Ärmel SOAR, welches sie als Airbone Mitglied auszeichnete und eine schlichte Cargohose. In allem wirkte sie sehr unauffällig als sie auf das ausladende Grundstück der Einrichtung trat, welches vor knapp 10 Jahren saniert wurde und den Veteranen den Komfort und Fortschritt bot, welchen sie mehr als verdienten.<br />
In der Kapelle der US-Einrichtung, fanden die wöchentlichen Sitzungen statt und sie hatte noch gut eine halbe Stunde Zeit, den Raum vorzubereiten, bevor die ersten eintrafen.<br />
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Die Modernisierung hatte auch die Optik angehoben, wirkte doch die imposante Glasfassade edel und gar teuer, erfüllte aber ihren Zweck, da sie die Solarenergie speicherte und so genug Strom produzierte für die Zusatzgeneratoren. Es gab sicherlich weitere Verbesserungsvorschläge an dieser Einrichtung, aber wer war Lia Ansprüche zu erheben, der man quasi einen Abstellraum als Büro gegeben hatte und einen Seminarraum, der für die gläubigen unter ihnen bestimmt war. Es war suboptimal.<br />
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Mit schnellen aber gezielten Schritten, war die Grünanlage überquert und der Haupteingang wurde anvisiert. Im linken Teil des Gebäudes, gab es Unterkünfte, eine Krankenstation, eine recht riesige Kantine und diverse andere Räume über 9 Stockwerke verteilt. Draußen, hinter dem Gebäude war eine Sportanlage für die Reha. Lias Arbeitsplatz lag entgegengesetzt im Bereich der Verwaltung und sie musste jedes Mal das ganze Gebäude durchqueren für die Meetings oder Einzelgespräche. Trotz der frühen Stunde, herrschte bereits reger Betrieb im Eingangsbereich und die meisten grüßte sie auch, kann sie die Gesichter doch von der trostlosen Routine des Morgens. Mit Abstand reihte sich Lia ein und wartete geduldig, während sie beiläufig den Gesprächen lauschte. Als Neuling war es nicht leicht sich hier zurechtzufinden, gab es doch verschiedene Eingänge und Bereiche, je nachdem wo man hinwollte. Besucher musste den Seiteneingang nutzen, so blieben sie lediglich im Wohntrakt, Personal und Neuankömmlinge mussten den Haupteingang nehmen. Für medizinische Klärung oder bürokratischen Mist war der Eingang auf der Nordseite zuständig. Nicht zu vergessen es gab auch einen Wareneingang. Im Endeffekt war das Gebäude eine Kreuzung aus einer riesigen Verwaltung, einem Krankenhaus, einem Wohnheim und einer wiedereingliedernden Rehabilitationsabteilung.]]></content:encoded>
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